Mittwoch, 4. August 2010

großer Spanien-Evaluationseintrag Teil 2, oder warum 60 Cent den Unterschied machen.

Nach Welt- und Deutschen Meisterschaften, einiger Zeit Zuhause, bei meinem Bruder und den Ferienspielen fängt das wahre Leben Morgen wieder an, arbeiten. Heute will ich noch die restlichen Umzugskartons leeren...soll ich mein Zimmer etwa genau so einrichten, wie es vor 6 Monaten war, oder etwas verändern? Meine Schwester hat ihr Zimmer immer umgeräumt, wenn ihr langweilig war. Langweilig ist mir gerade nicht, aber Irgendwas hat mich vor ein paar Minuten bewegt den Schreibtisch um 90° zu drehen...ich kann nicht genau sagen, was.
Vielleicht will ich nicht wieder in das ganz normale alte Leben zurück weil ich mich verändert habe?
Vielleicht habe ich mich aber auch nicht verändert -kann genau das nicht glauben- und suche Hände-ringend und Tische-schiebend nach Anzeichen.
Am besten erzählt ihr mir, wenn ihr mich trefft oder mein riesiges, aufgeräumtes top-durchgestyltes Zimmer in Augenschein nehmt, wie ich mich verändert habe und was ich dagegen tun kann/soll.

"Spanien ist eigentlich wie Deutschland" dachte ich, als ich dieses Schachbrettmuster in meiner Wohngegend entdeckte, das mich an Mannheim erinnerte. Ausserdem findet man MediaMarkt, Lidl, Schlecker und sowieso viel zu viele Deutsche Touristen/Studenten/Aussteiger.
Einige Unterschiede gibt es sicherlich...aber die kennt ihr bestimmt schon aus Dokus und anderen Klischeebeladenen Medien. Glaubt den Klischees, sie stimmen...öfter als ich mir eingestehen möchte.

Viele Bekannte hatte ich dort. Ein wenig schade finde ich, dass sich keine feste Freundschaft entwickeln konnte.Wie geil wäre es denn mit jemandem richtig dicke zu sein, der am anderen Ende von Europa wohnt? Dann würde es da immer in den Ferien hin gehen und die Kinder können zwosprachig aufwachsen. Aus der Traum! Mit Erasmus-Menschen, Studienkollegen und Frisbeeleuten in 4 Monaten so viel wie möglich zu erleben bedeutet, dass man sich danach mit allen ein bisschen, aber mit keinem so richtig tief verbunden fühlt. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass ich einfach niemanden auf der selben Wellenlänge gefunden habe, oder wir uns (auf der Welle reitend) nicht gut genug verständigen konnten...naja, ganz so schlimm ist es vielleicht doch nicht, da ich Lorena und Ari(olda) versprochen habe nach Italien zu kommen.Ich hab's sogar mal vor, glaube ich.

Zusammenfassend:
Barcelona hat mir gefallen, ich will die Zeit nicht missen auch wenn ich jetzt gerade doch lieber in Deutschland bin, wo ein Snickers am Automaten 60cent und nicht 1,20€ kostet.

Bloggen hat mir auch gefallen. Zwischenzeitig dachte ich zwar, dass euch diese Texte ohne Bilder zu langweilig sind, jedoch habe ich in letzter Zeit von ein paar Menschen gehört, dass dies nicht immer der Fall war.
Irgend einen Blog, frei von thematischer Einschränkung, werde ich bald weiter führen und die Adresse hier posten.
Wenn du ein stiller Mitleser bist, würde ich mich sehr über irgendeine Art von Rückmeldung freuen.

Bis bald,
Jens

Freitag, 2. Juli 2010

großer Spanien-Evaluationseintrag

Wenn nicht jetzt(ein Tag vor Prag, Prague, Praha), wann dann?
Wenn nicht hier( Heidelberg - Alianzwohnheim), sag mir wo und wann?
Was ein wenig anfängt wie eine Handballhymne soll heute den Schluss meines Berichtens über mein Spanien-Abenteuer einleiten.

Ich bin wieder zu Hause angekommen.
In Deutschland war ich zwar schon am letzten Mittwoch, in meinen Heimaten wirklich angekommen fühle ich mich aber erst jetzt, nachdem ich ein paar Tage in Lippe und ein paar Tage in Heidelberg verbracht habe. In wenigen Stunden mache ich mich mit den HEIDEES, neuen Teamhosen und einer kleinen Wasserpistole auf um in Prag Weltmeister zu werden. Naja...die Chancen stehen wohl vergleichbar gut dieses Video
">
jemals in einem Take zu drehen.
Aber auch wenn nicht jede Dose direkt in jede Tonne oder wir nicht jede Frisbee in die Hände unserer Mitspieler werfen gehe ich davon aus, dass es eine großartige Woche mit vielen Eindrücken wird. Um die Eindrücke aus Spanien frisch zu Netz zu bringen bedarf es also diser Nacht, auf geht's:

"Spanien, großartig dachte ich...da gibt's viel Obst, Sonne, eine andere Sprache und studieren könnte ich nebenher auch noch ein wenig."
Die PH hat eine Partnerschaft mit der UAB in Barcelona...passte mir gerade gut rein und der erste Google-Check "Ultimate Frisbee Espana Barcelona" führt mich auf eine vielversprechende Seite.
Nachdem ich meine Anmeldeunterlagen mit ein paar Semestern verspätung abgab und mir der Platz sicher war, wollte ich mir mit einem Grinsen auf dem Gesicht ein paar erste Details BArcelonas, der Stadt in der Mitte Spaniens mit Wüste drum herum, anschauen. Wie weit war es denn zur Küste? Nach Madrid zum Beispiel...da gab's bestimmt Ultimate am Strand. Das wollte ich mir dann auch mal anschauen.
Nachdem mir Wikipedia und zur Sicherheit noch ein paar andere Quellen meine Geographischen Verwechslunsgkünste vorgeführt hatten freute ich mich.

STRAND! Beach-Ultimate!

Dass es in Barcelona diesen albernen Provinz-Dialekt gab störte mich nicht, den würde ich (mit meinen fast 2 Semestern Spanisch) schon gut verstehen.


Nachdem die Bleibe für die ersten Tage in der Wohnung des Chefs der Patatas Bravas organisiert und Warnungen einiger Barcelona-Veteranen a la "Catalan ist nicht wie Spanisch, das ist ist eine andere Sprache" in den Wind geschlagen wurden, kam ich mir, eine Stunde nach dem erreichen der "Estacio Sants" ganz schön klein, unbeholfen, bemitleidenswert und dumm vor.(<=Das ist ein wirklich langer Satz, schau lieber nochmal, ob du ihn verstanden hast) 30 Minuten zuvor hatte ich nämlich noch ein Gepäckstück mehr.

"Hallo Mama, mir wurde eben mein Rucksack mit Laptop, Kamera und einigem anderem wichtigem Zeug geklaut..." war es nicht genau das, was Mütter als erstes hören wollen, wenn sie mit ihren Kindern in fremden Ländern sprechen?

Tja, blöder Anfang...aber nach ein paar Mails, Telefonaten, Briefen und Paketen sah Barcelona wieder einladender aus.
Was von da an geschah könnt ihr aus den letzten 20 Einträgen lesen.
Jedwede meiner größeren Aktionen sollte dort vermerkt sein (bis auf die Madrid-Toledo-Murcia-Benidorm-Tour).
Genug Vorgeplänkel, hier kommt die Auswertung einzelner mir interessant erscheinender Punkte (und Antwort auf die Frage: "Wie hat dir Spanien gefallen?")


Die Spanier sind fast alle kleiner, brauner, emotionsreicher und kiffender als ich.





(Weil meine Einleitung doch wieder zu lang geworden ist und ich die Zugfahrt in ein paar Stunden überleben will, muss ich jetzt leider hier abbrechen und hoffentlich in 14 Tagen den 2ten Teil meiner "Letzte-Eintragsreihe" schreiben:) )

Donnerstag, 24. Juni 2010

Heimat?

Man überschätzt sich leicht...vorallem wenn es um die Taschen geht, die man in der Wohnung mal eben locker hochhebt um ein wenig auszulotenn, ob sie die 20 Kilo Grenze nicht überschreiten. Auch mit jeweils einer Tasche in jeder Hand fühlt es sich in der Wohnung noch gut an...auf der Straße (nach den ganzen Verabschiedungen und dem weiteren 11 Kilo-Rucksack auf dem Rücken) kommt die Gewissheit, dass beim nächsten Mal eine Tasche mit Rollen gekauft wird. Normalerweise brauche ich für die Strecke zum Bahnhof 15 Minuten...gestern benötigte ich für einen Block ungefähr die selbe Zeit, in der ich mir mehrere male dachte, dass das Kickboard vielleicht besser UNTER, anstatt in der Tasche positioniert gewesen wäre.

Schon bei der Gepäckaufgabe ist mir aufgefallen, was definitiv in Deutschland anders ist:
Es gibt viel mehr blonde Menschen! Wie man sich an die braunen und schwarzen Haare gewöhnt...erstaunlich, wie blond Menschen sein können.

Damit komme ich zum Kulturschock:
In Barcelona kommt man um Fußball nicht herum und von den größeren Festivitäten mit vielen Menschen, Gesängen usw. hatte ich auch schon berichtet.
Gestern in Hannover hab ich mir das Spiel beim Public Viewing angeschaut...
Bierausschank in der Öffentlichkeit, Volksfest, Deutschlandflagge als Hitlerbärtchen...
Wie lange hatte ich keine Lieder mit deutschen Texten gehört?
Waren die Texte der spanischen Lieder genau so niveauvoll?
Wahrscheinlich ist es so...und meine spanischen Lieblingslieder wären hier vergleichbar mit "Hey Baby".
Es ist also manchmal ein Segen nicht alles zu verstehen.
Stellt euch vor ihr könnt im Bus oder in der Bahn den Streit der Sitznachbarn nicht verstehen und selig schlafen (weil ihr in der Uni fit sein müsst, aber in der letzten Nacht zu lange über den Büchern...ihr wisst schon).
Hier geht das leider nicht mehr.

So...ich will diesen Blog hier noch nicht begraben, einen weiteren großen Spanien-Evaluations-Eintrag wird es noch geben.


Heute kann ich das nicht schreiben, da gestern Abend/Nacht an genau der Bahnstation, die ich jedes Wochenende 2-4x benutzt habe um am 200m entfernten Strand Ultimate zu trainieren, das schlimmste Zugünglück in Spanien seit 7 Jahren geschehen ist. Am Sonntag hatte ich noch vor Ort mit meinem Bruder über die Schnellzugproblematik gesprochen, als wir durch die Unterführung gingen und ein paar Jugendliche über die Bahngleise huschten.

Dienstag, 8. Juni 2010

ожени und ożenić auf Bulpoleutsch

Varna liegt fast auf dem selben Breitengrad wie Barcelona...das hatte zur Auswirung, dass das Wetter derzeitig vergleichbar (gut) ist in den beiden Staedten.
Leider liegt Varna aber 15 Laengengrade weiter oestlich. Dies hatte zur Folge, dass ich von Freitag bis Montag 1,5 Stunden in der Bahn, ca.2 Stunden im Taxi,6 Stunden in der Luft und 14 Stunden im Bus, also insgesamt 24 Stunden mit reisen verbracht habe. Und das ganze noch in einem geliehenen schwarzen Anzug.

Was soll ich sagen... Es hat sich gelohnt!

Nicht nur durfte ich die neuen absolut pinken Stuehle des Kongresszentrums in Varna einweihen, eine Frau freikaufen, nervoese Schwiegereltern erleben, gute vegetarische Kost geniessen und handgemachte Bulgarische Volsmusik/Taenze sowie Beringungsschwierigeiten bewundern...nene...da war noch ein wenig mehr.
Dieses mehr wurde mir am naechsten Abend klar.
Da sassen zwei auf einem Sitzsack am Strand...wie in einem Film...Die Kamera in Richtung mehr und der untergehenden Sonne...naja, jetzt gerade faellt mir eher die Versicherungs-Werbung "wie ein Fels in der Brandung" ein.
Die beiden wirkten so froehlich, locker und mit einer Zuversichtlichkeit, die ich persoenlich lange nicht gesehen, geschweige denn gespuert habe.
Irina und Filip haben geheiratet...was am Abend zuvor noch nach Aufregung und Unsicherheit aussah, wurde nun zu Glueck.

So eine Hochzeit ist natuerlich viel Stress(vielleicht auch Geld?:) ), aber wenn man dann ab dem naechsten Tag so eine Aura um sich herum hat, die man auch nicht verliert, wenn der Ring mal einen Moment zum Zeigen abgenommen wird, ist die Ehe vielleicht doch gar nicht die schlechteste aller Lebensformen.

Montag, 31. Mai 2010

23.6. und restliche interessante Daten

23.6...an dem Tag fliegt Andi zurück...da fliege ich zurück.
Das sind noch 23 Tage...und ich muss hier leider genau das schreiben, was nun jeder erwartet:

- Es kam mir ganz schön kurz vor(obwohl etwas mehr als 4 Monate auch nicht unbedingt lang sind)
- Ich werde einige Menschen, Gewohnheiten, Gerichte...vermissen
- Natürlich freue ich mich aber auch auf die Menschen in Deutschland die dies hier lesen, deren Gewohnheiten, Gerichte...

Die nächsten 23 Tage versprechen lustig zu werden:
4.-7. Hochzeit von Filip und Irina in Varna
12.-16. Suse in Barcelona
16.-23. Andi in Barcelona

Zwischendurch gibts noch die ein oder andere Prüfung/Präsentation, aber das ist alles nicht ganz so schlimm.


Ach ja...am Wochenende war die Spanische Beach-Meisterschaft...mein Team wurde disqulifiziert, aber das ist eine andere Geschichte:)

Mittwoch, 26. Mai 2010

"B" such!

Letztens hat mich David für ein paar Tage besucht. Kurz vor seinem ankommen ist mir aufgefallen, dass Fabian ebenfalls zu Besuch war und ich das hier noch nirgends in post-Freude verkündet habe.


Ankunft:

Beide kamen beim ersten Aufeinandertreffen auf spanischem Boden gut gelaunt auf mich zu... David weil bei ihm einfach die ganze Reise recht zügig und nach Plan verlaufen war, Fabian hätte ein wenig zerknirschter aus sener Lieblingsjacke schauen können, da er vom Norden Frankreichs trampte. Ein zuvor geschossenes Tor von einem Herr Robben und dem damit verbundenen Einzug des FCB ins Championsleague-Halbfinale trugen wohl ein wenig zur Verbesserung seiner Stimmung bei.


Essen:

Beide können kochen! Das soll hiermit mal gesagt sein (und diesen Text Schwiegermutter-vorzeigbar machen)Sehr krass fand ich, dass beide auf tote Tiere verzichtet haben, während ihres Besuchs...versteht denn niemand, dass ich kein Problem mit Fleischessern in meiner Umgebung habe? Auf jeden Fall sehr zuvorkommend:)
Davids Besuch war ungefähr halb so lang wie Fabians aufenthalt...da galt es keine Zeit für aufwendiges kochen zu verschwenden. Am zweiten Tag wurde kurz über die Nudel+Soße-Taktik vom Vortag nachgedacht und erneut für gut befunden, diesmal mit Reis.
Fabian würde gerne in seinem nächsten Leben Koch werden...auf jeden Fall habe ich das Gefühl. Am Anfang seiner Woche wurde ein Großeinkauf gemacht und dann jeden Abend Zeitintensiv mit vielen verschiedenen Zutaten und nacheinander auszuführenden detaillierten Schritten gekocht. Ich bin mir nicht sicher, ob jeder Schritt nötig gewesen wäre, aber "blanchieren" hört sich einfach gut an und das Ergebnis wurde jeden Tag mit "des isch das beschte wo gibt" bewertet.


Sightseeing:

In der Fabian-Woche musste ich fast jeden Tag zur Uni, was uns davon abhielt uns mit dem ganzen Touri-Zeugs zu befassen. Ausserdem hat Fabian schon in Barcelona gelebt und kennt den Kram schon.
David hingegen kam mit einem Touristenführer bewaffnet an und konnte mir bei unseren Barcelona-Touren über viele Häuser interessante Dinge berichten.
Am Sonntag waren wir mit Urte in der Sagrada Familia. Das ist eine riesige Kirche(Kathedrale?)die Gaudi vor fast 130 Jahren angefangen hat zu bauen. Es sollte eine Kirche für die Armen sein. Ich habe 14€ für eine Besichtigung mit Audioguide bezahlt.
Ich habe das erste mal in meinem Leben mit solchen häßlichen Kopfhörern etwas besichtigt. Was soll ich sagen...? Es war eine sehr eindrucksvolle Erfahrung.
Zwar kein wirkliches Gruppenerlebnis, dafür kann man selber bestimmen welche Infos einem Interessant erscheinen und welche nicht. Einfach ein paar Tasten auf dem Gerät drücken und schon gibt's die gewünschten Infos in ausserordentlich guter Qualität auf die Ohren. Wenn nicht sofort alles verstanden wurde, eben nochmal von vorne. Ich gehe so weit und ziehe den Audioguide einer richtigen Führung vor, obwohl/weil man dabei nicht die persönliche Note des Führers und die Tausend mal erpobten Witzchen mitbekommt.
Das zum Audoguide...
Die Sagrada Familia selber war so beeindruckend, detailliert, durchdacht und überhaupt nicht mit Prunk überfrachtet, dass ich an meiner Abneigung gegenüber der Institution Kirche zweifle. Ohne die katholische Kirche hätte es diese Kirche nicht gegeben, oder besser: Ohne die Katholiken wäre der Bau nicht angefangen worden. Derzeit arbeiten täglich 200 Menschen an der Kirche und ich hoffe, dass es bald mehr werden. Wenn die sich nämlich nicht beeilen wird es selbst für meine potentiellen Kindeskinder eng das Ding noch zu Lebzeiten in Vollendung bewundern zu dürfen.
Im September kommt der Papst und weiht den Altar dieser unvollendeten(!) Kirche. Wem jetzt noch nicht klar ist, was ich von der Sagrada Familia halte:
Ein Haus muss ich noch bauen, einen richtigen Baum pflanzen und den Sohn hab ich auch noch nicht gezeugt...dafür war ich in der Sagrada Familia, Yeah!


Weggehen:
Razzmatazz, so nennt sich ein wirklich sehr großer Laden. Ich würde es mal als Tanz-Club-Hauptattraktion in Barcelona bezeichnen.
Bevor Fabian mir die Freitag Nacht dort zeigte, kannte ich nur den Erasmus-Mittwoch mit geöffnetem großem Hauptsaal. 15€ für den Eintritt ist nicht wenig. Auch nicht, wenn ein Drink enthalten ist.
Die 5 verschiedenen Säle mit den verschiedenen Musiken (leider keiner so ganz die Rockschiene) sind durch breite Schläuche und Treppenhäuser verbunden. Ich habe noch keinen richtigen Plan im Kopf. Wenn ich von dem großen mit Elektro in die Halle mit der noch schnelleren elktronischen Musik will, ist das TRYandERROR-System das Mittel der Wahl. Verlieren sollte man sich hier also nicht, wenn man nicht gerade mit einer Basketballmannschaft da ist.
An diesem Abend gab es ein Konzert einer richtig guten Band, hab leider den Namen vergessen. Beeindruckender als die Musik selber war für mich jedoch die Anfangszeit des Konzertes: 03:30! Die haben wirklich erst mit dem Konzert angefangen, wenn die Halle02 in Heidelberg schon stark übers schließen nachdenkt!
Das Ding wollte ich David dann auch noch gerne zeigen...gezeigthab ich es ihm auch, nur mit hereinkommen wollte er nicht, obwohl dieser Laden nichts gegen seine Laufschuhe gehabt hätte.
Das war am ersten Abend ein zu lösendes Problem. David hatte nur das eine Paar Schuhe mit, ich wollte mir aber mit ein paar Freunden zum ersten Mal den Sutton-Club anschauen. Ich wusste, dass man für diesen Laden keine Turnschuhe tragen durfte. Das unfassbare an diesem Abend war, dass ich es war, der nicht in den Club hereinkam:)
Wie sich herausstellte legten die Türsteher dort mehr Wert auf ein Hemd als auf die Schuhe. David wäre also mit von mir ausgeliehenen Schuhen(3-4 Nummern zu groß)und Hemd hereingekommen, ich jedoch nicht, da sich kein Hemd in meinem Besitz befindet.
Durch Davids Kontaktfreudigkeit gegenüber einer Straßenartistin kam ich in den Genuss eines Punkkonzertes im Antikapitalismus-Millieu. Endlich ein Laden, der dem Teufel, der Sumpfblume oder der Villa in Verranztheit, Ambiente und guten Preisen nicht nachstand.


Fußballfeste:
Genau 2x war ich hier auf dem Placa Catalunya (Hauptplatz, Marktplatz) am feiern.
Ich denke, dass das nur in Verbindung mit Fußball gemacht wird.
Beim ersten Mal hat Barcelona in Madrid ein Ligaspiel gewonnen, das zweite Mal die Meisterschaft.
Zufälligerweise waren meine Besucher bei beiden Ereignissen dabei.
Fabian gab mir recht, als ich bei dem ersteren anmerkte, dass eine Kamera bei diesem Ereignis nicht schlecht gewesen wäre.
Als Davd und Urte mich bei der Meisterfeier begleitet haben war das ganze größer aufgezogen. Mit Bühne, Moderator, Kamerakran...so wie die Public-Viewings vor 4 Jahren. Die Ausschreitungen später kann ich nciht verstehen.

Barca HAT doch GEWONNEN!


Frisbee:
Bei einer lange-Teile-Übung entstand folgender Dialog:

Ist das ein Freund oder ein Feind von dir?
- Ein Freund natürlich, warum?
Weil du ihn mit deinen Pässen noch umbringst.

David hat sich so über das Training auf Sand gefreut und die steilen Pässe gefordert.
Er musste bei 4von5 Pässen mit der Brust im Sand bremsen.
Auch ich war froh mal wieder mit einer Heidee zu spielen. Das ganze auch noch bei perfektem Wetter.2-maliges anschließendes Zug verpassen war mehr lustig als nervig.
Die Frisbee war natürlich bei unseren Stadttouren immer mit dabei...bis David die Idee hatte zu testen wie weit und hoch er werfen könne. Leider ist die Frisbee dabei im Parc Güell auf einem Felsvorsprung liegen geblieben. Unerreichbar, für immer verschollen. Ich hätte es an seiner Stelle aber auch versucht.

Wenn ich gewusst hätte, dass sich Fabian so gut anstellt, wäre mir in den Sinn gekommen eine zweite Sporthose für ihn mit zum Platja de Castelldefels zu nehmen und ihn komplett beim Training mitmachen zu lassen. Bei dem Spiel am Ende hat "der Deutsche in hochgekrempelter Jeans" auf jeden Fall vollen Einsatz gezeigt und sich äußerst gut angestellt. Was mir in Erinnerung bleibt ist der Rückweg. Vom Bahnhof zu unserer Wohnung haben wir mit Roger Street-Frisbee gespielt. Einige verwunderte Passantenblicke gab es, als wir an ihnen vorbei 25-Meterpässe auf dem Bürgersteig oder von der einen Straßenseite zur anderen geworfen haben. Mit verschwitzten T-Shirts und der Gewissheit soeben ziemlich viel Spaß und Adrenalin beim erfinden dieser wunderbar neuen Frisbee-Disziplin/Bewegungsform gehabt zu haben kamen wir in der Wohnung an. Wahrscheinlich ahnte keiner von uns 3en, dass mich Roger am nächsten Tag rausschmeissen wollte.


WG:
Irgendwann während Fabian hier war, saß ich in der Uni am PC und Roger wollte mit mir chatten. Er hat mir mitgeteilt, dass die Wohnung mit 4 Personen zu voll/unordentlich würde und ich mir bald eine neue Wohnung suchen sollte. Die im voraus bezahlte Miete würde ich natürich zurück bekommen.(Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon 2 Tage im voraus bezahlt).
Ebenfalls sollte ich nach Hause kommen und die Küche aufräumen. Es stellte sich heraus, dass es Roger nicht gefiel in welchen Abständen ich das Geschirr spülte und wann die Pfannen nach dem Kochen wieder sauber an der Wand hingen. Zugegeben... (das dürfte fast jedem Leser klar sein) ich bin unordentlich und das gilt/galt auch für die Küche. Auch habe ich, wie oben erwähnt ausschweifende Kochereien veranstaltet, deren Restenicht direkt beseitigt wurden.
Ich fand es sehr befremdlich, dass Roger mich erst rausschmeißen musste um mir die Leviten zu lesen um es dann später in Teilen wieder zurück zu nehmen.

Als David hier war gab es keinerlei Probleme mit der WG. Vielleicht, weil sich Ultimate-Spieler untereinander kompatibler sind, wahrscheinlich aber auch, weil ich nun wusste, auf was es zu achten galt.

Jetzt, da ich meine Unordentlichkeit nur noch auf meinen 6qm² auslebe, gibt es in der Hinsicht keinerlei Probleme mehr. Ich werde auch bis zu meiner Rückkehr hier wohnen bleiben. Es passt einfach wie die Fasut ins Xicht, dass Roger verreist ist, wenn mich erst Suse und dann Andi besuchen.
Ausserdem sind 270€ für Barcelona Innenstadt mit jongliertauglichem Wohnzimmer schwer zu schlagen.


Fotos:
Keiner der Besucher hat eine Kamera mitgebracht.
David verschaffte sich für 10€ mit Einmalkameras abhilfe.
Als Fabian ankam war die Kamera von Tobias noch einsatzbereit.
Auf dem Rückweg vom Frisbeetraining musste ich feststellen, dass der Sand in Castelldefels um einiges feiner und Objektiv-verstopfen geeigneter ist.
Verdammter Mist!
Bin gespannt auf die Bilder von David...(ein paar werden hier eingefügt, wenn ich sie in die Finger bekomme)


Jonglieren:
Beide mussten meine Jongliererei ertragen.Beim warten auf die Metro, auf dem Weg zur Metro...in der Metro und auch sonst an den verschiedensten Orten. Danke!
Morgen werden die Früchte der "Arbeit" geerntet. Die große Show/Revue/Vorführung findet Morgen Mittag statt. Ich bin natürlich ein wenig aufgeregt und hoffe, dass mir nichts ungewollt herunterfällt. Dafür muss ich nun noch Äpfel und Orangen kaufen gehen.
Deshalb schließe ich mit einem kurzen aber bedeutungsvollen:
Fabian und David,David und Fabian,
schön, dass ihr meine Gäste gewesen seid!

Dienstag, 25. Mai 2010

posten wenn man besoffen ist,...

...
1. ist vielleicht gar keine so gute Idee
2. beinhaltet vielleicht mehr Wahrheit als sonst
3. darf unter keinen Umständen später edtiert oder gelöscht werden(auch wenn rechte Schreibfehler vorhanden sein sollten und linke sowie rechte[das hoffen wir dochmal nicht!!!] Meinungen vertreten werden)
4. dürfte für mehr klicks sorgen
5. bringt endlich die interessanten Themen zur Sprache
6. kann Folgen haben
7. wird Folgen haben
8. muss nicht unbedingt von den Eltern gelesen werden
9. ist wahrscheinlich gar nicht so interessant wie gedacht
10. führt hoffentlich zu einem schnellen weiteren Posting, da die meisten Menschen nur den neuesten lesen und ich somit versuche meinen besoffen geschriebenen Kram zu verheimlichen
11. lässt böses erahnen



2 Whiskey-Cola
4 Glas starker Sangria
2 Wodka-Orange
...despues a las cinquo y media:

Auf dem Heimweg vom BeCool(ja, der Laden heißt wrklich so und ich schäme mich dafür immer wieder zu dem rotierenden Dancefloor zu gehen) hab ich mich mit dem Österreicher(den Namen lasse ich aus unwissenheit und zu jedwedem Schutz einfach mal weg) ein wenig unterhalten.
Die meiste Zeit hab ich bei dieser Unterhaltung zwar nur "ja" oder "kannst du das bitte nochmal auf Deutsch, deutlich und langsam wiederholen?" gesagt, aber im Kern ging es um unsere Ausbeute bei der heutigen Summer-Party, die mal wieder nicht sehr gut ausfiel.
Mit Ausbeute sind natürlich Mädels gemeint. Leider kommt jetzt kein sonst üblicher Satz, der den vorherigen mit Smileys oder Gegenargumenten entschärfen könnte...tut mir leid.
Ich bin gerade wirklich genervt davon, wieviele Kerle sich Mädels angeln konnten!
Vielleicht sehe ich auch einfach nur die rumknutschenden Pärchen, aber nicht die alleine nach Hause trotte(l)nden, wie ich gerade eben einer war, als ich mir das Grundgerüst für diesen Text ausgedacht habe.
Vielleicht ist es auch gar nicht so schlau das hier zu posten...wie oft hat sich schonmal jemand über meinen Anruf/meine Mail gefreut der/die aus besoffenheit entstanden ist?
Aber um Schlauheit geht es hier gerade nicht...auch nicht um lyrische Schönheit, Wagemut oder Witz.
Es geht allein um mich, mein Befinden wenn ich nach einer Party (davin geibt*s hier wirklich viele) mal wieder denke, dass ich nicht unbedingt alleine nach Hause hätte gehen müssen. Was sind denn das für Moralsvorstellungen (für einen angehenden Grundschullehrer?)

Alter, Tio...kann ich dir leider nicht sagen, die habe ich schon vor längerem über Bord geworfen oder doch enfach noch an Bord mit dem Alkohol ertränkt?
Zu meiner Verteidigung (zuerst vor mir selbst, dann vor euch) hab ich dieses ganze Gedankengut, das ich hier gerade ausbreite, erst nach der "schmerzlichen Entscheidung"(Eigenzitat) denken/umsetzen wollen/können.

Vielleicht sind es aber auch bestimmte unertränkbare Reste, die mich in irgendeiner Art zurückhalten...ich kann nicht sagen, was es genau ist, aber ganz subjektiv sind die Italiener ziemlich gut im ertränken.

Ich höre mir dort Lady Gaga, Sean Paul, den schwarzäugigen Frieden und sonstigen schlimmen Popkram an und habe spaß dabei...lässt das Rückschlüsse auf meinen Geisteszustand zu, und/oder kann ich wieder alles auf den Alkohol schieben oder gewöhne ich mich wirklich langsam an den Dreck? Mit Dreck meine ich eigentlich die Songs...im Nachhinein könnte aber ach der Alk damit gemeint sein.


Vor knapp 2 Stunden dachte ich, dass ich mit dem folgenden bei einem Mädel punkten könnte:
"Jo, Anna (Name von Besoffenem geändert) für die ganze 'Musik' hier muss ich mir in Deutschland 2 Monate lang nur Konzeptalben reinziehen..." es wurde gelacht und es hat sich auch sonst ganz gut angefühlt...leider kam sie irgendwann ('ne Stunde später)damit heraus, dass sie einen Freund in Deutschland hat und das ja auch schon mal früher hätte sagen können. Sie meinte noch, dass ich ja nun gehen könne, wenn ich wollte.
Beschissen, absichtlich hintergangen worden oder einen Bären aufgebunden bekommen haben könnte man es nennen, was mir dort wiederfahren ist.
Wenn man es nur aus meiner Perspektive sieht ist das ganz eganz schön gemein...Meine Intentionen (besoffen, Erasmus, Single-auf-der Stirn-stehend) dagegen sind ziemlich klar...vorspiegeln falscher Tatsachen ist eine Straftat(oder?).
Aber jetzt bleib ich mal schön in meinem Häuschen/Zimmerchen...genau DAS ist doch das Spiel, das eine Party so interessant macht. Diese Spannungen, Chancen, lange/kurze Haare, Blicke, Gesten, Hoffnungen, Berührungen machen so eine Party aus.
Wollte ich vielleicht niemand anderen verarschen und habe deswegen mein weiter oben genanntes Eigenzitat ausgeführt? - Das könnte mir ein wenig zu gut stehen!


Wenn wir mal ehrlich sind bin ich nicht der hübscheste, aber so richig beschissen muss ich auch nicht aussehen, wenn ich mich ein wenig anstrenge. Ausserdem bin ich in diesem Jahr 3-facher Nationaltitel-Spieler und 1-facher Weltmeisterschaftsspieler in einer stetig wachsenden Sportart...:)Warum krieg ich es einfach nicht hin?
So sehe ich jetzt gerade aus:

angestrent beschissen, was hoffentlich augenfällig ist.


Das wars schon...der Alkohol ist ein wenig aus meinem Organismus heraus,...ebenso wie die Struktur aus dem Text. Das Ergebnis von beidem ist das abrupte Ende des letzteren.

PS:
Kommentare hierzu hätte ich lieber per Mail als hier öffentlich,
ausserdem sollten meine Eltern diesen Text am besten gar nicht erwähnen, wenn sie mit mir kommunizieren(falls sie meinen Hinweis Nummer Acht "überlesen" haben sollten).

Dienstag, 11. Mai 2010

Das erste Mal - Teil 2

- Gestern früh habe ich das erste mal eine richtige Unterhaltung auf Spanisch geführt die über "que tal" und weitere berflächlichkeiten hinausging und mindestens ne halbe Stunde dauerte. Abends war ich noch mit Lorena und Ari weg...hab mich mit denen immer auf Englisch unterhalten...gestern auf einmal auf Spanisch! Keine Ahnung warum, aber es hat einfach funktioniert! Initialzündung? Vamos a ver...

- Ich habe zum ersten Mal seit dem ich 16 bin, Straßenturnschuhe die nicht die Knöchel bedecken.
Bei meinen beigen konnte man mal wieder von der Seite erkennen, welches Muster meine Socken haben. Deshalb war ich auf der Suche nach Turnschuhen. Mit den Kriterien Größe 47 und günstig musste ich recht schnell auf Decathlon und die 15€ Tennisschuhe ausweichen. Gut, dass günstige Schuhe noch oft ohne Leder sind, da ich versuche das zu umgehen. Bin auch eigentlich recht zufrieden mit den Artengo-Tretern...vielleicht gefallen sie mir noch besser, wenn ich sie ein wenig dreckig gemacht habe.

- 6 große Wasserflaschen baumeln um meine Hüften...zum ersten MAL!
Jedenfalls ist die äußere Schicht der Shorts die ich trage aus 6 recycelten Wasserflaschen, cool oder? Leider sieht sie überhaupt nicht nach Öko aus...deswegen muss ich es euch hier hinein schreiben.

- Ich habe den Markt für mich entdeckt.
Da gibt's nämlich nicht nur stinkenden Fisch und ganze Tierkeulen zu kaufen...
Obst und Gemüse in allen Qualitäten/Preiskategorien/Glanzstufen...die 3 Kategorien sind nicht unbedingt voneinander abhängig.

- War zum ersten Mal auf einem Veganer/Vegetariertreffen und habe bemerkt, dass ich mitlerweile 8 Jahre kein Fleisch mehr esse...
Was für Leute gehen zu Veganertreffen...? Ein Niederländischer Moby-look-a-likie der sein Geld als Mediator verdient war genauso da wie die dürre argentinische Gothik-braut oder die Lehrerin die sich selber gerne reden hört und Veganer-Propaganda verteilt. Das klingt jetzt sehr nach Klischees. Genau diese 3 waren die einzigen Klischees der Runde, da der Rest völlig normal (manche auch rundlich) wirkende Menschen waren (vielleicht nch ausgenommen der hakelig spanisch-sprechende große Deutsche to-be-Grundschullehrer mit den locken und dem Frisbee-tick).
Es gab völlig wunderbares Essen für einen genialen Preis, da der Cafebesitzer gerade erst eröffnet hatte und er mit uns seine Küche eingeweiht hat.
Absolut bemerkenswert und bezeichnend für Barcelona war an diesem Abend mal wieder die Vielfalt der Nationalitäten.
In dieser Gruppe von 14 Personen kam jede einzelne aus einem anderen Land, wenn Katalonien und Galizien als eigenständig angesehen werden.

- Ich werde in ein paar Minuten zum ersten Mal einen Freund verabschieden, der von seinem Barcelona-Abenteuer nach Hause zurückkehrt. Parker fliegt Morgen früh zurück in die Estados Unidos. Mit dem hab ich mich echt gut verstanden, schade!

Mittwoch, 28. April 2010

April, April

Hey, der April ist doch so ein Monat, in dem man nicht genau weiß was kommt, oder?
Mal ist Schnee, mal Regen und mal...ehrm...Asche? Hä?
Ja dieser April ist ein wenig anders. Ich weiß recht genau, was in diesem Monat geschieht, da er so vollgestopft ist. Und naja, die Asche...ok...die ist nicht ganz so erwartet gewesen:)
Ich werde in diesem Monat auf 4 Turnieren gespielt haben und in 3 Ländern gewesen sein.
Ausserdem war ich zwischendurch auf einer kleinen Barcelona-Madrid-Toledo-Murcia-Benidorm-Barcelona Rundreise.
Morgen geht's nach Belgien(mind. 1 Spiel gegen Rainer und Wolfi) und nächste Woche halte ich in meinem Spanischkurs ein Referat über Ultimate. Da keiner(wirklich niemand) irgendwas über einen Sport mit der Scheibe wusste, muss es ein Kick-ass-Referat werden. Mit Spiel, Spannung und Schokolade. Ich hab mir schon ein paar Sachen überlegt, aber wenn mir jemand wirklich krasse Ultimate-Bilder schicken will: immer her damit!
Das dickste Ding kommt aber noch...die Heidees fahren zur Ultimate-Clubweltmeisterschaft in Prag!Mixed Division.
Und wenn Mo sich eben nur vertan hat(wovon ich jetzt mal ausgehen will), spiele ich
mit.(Hat sich geklärt, ich spiele mit, yeah)
Ein wenig geht das ganze gegen mein Bankkonto, aber hm...im August/September kann ich das durch spartanische Lebensweise und harte Arbeit hoffentlich wieder beruhigen.

Themawechsel:)
Ein wenig merke ich, dass ich nicht mehr so oft (in Barcelona) weg bin...
MIt einigen habe ich weniger zu tun und bei anderen erfahre ich erst sehr spät, dass sie mit dem/der zusammen sind.

Hm...spät erfahren...es könnte sein, dass ich den Geburtstag von meiner Oma vergessen habe. Das wäre echt blöd...aber in meinem gestohlenen Rucksack war auch das (und ich scherze nicht) "nützliche Geburtstage-Merkbuch"...
Muss mal daheim anrufen(hab ich sowieso schon läger nicht).

Donnerstag, 8. April 2010

Costa Brava -Ultimate in Llorett de Mar










Nico:
"Nimm auf keinen Fall deine Sandsocks mit, die sind nach 2 Spielen kaputt...am besten du nimmst 10 Paar normale, alte Socken mit, die du nach jedem Spiel wechselst."

Elli:
"ich hab mir diese Schuhe hier bei Decathlon gekauft...9€...haben ne feste Sohle und sollten das Wochenende überstehen"

In diese Schuhe hab ich investiert, aber ebenfalls noch alte Socken mitgenommen...nur zur Sicherheit.
Die anderen hatten zur Hälfte ihre Sandsocks dabei oder ebenso solche Schuhe...Parker hat nicht mitbekommen, dass wir im Kies spielen und ist somit ehrenvoller Zerstörer meiner alten Socken geworden.

Ein Ausgleich zum gewöhnungsbedürftigen Sand-Kies-Strand ist das Preis-Leistungsverhätnis.
Zwar klingen 100€ für einen deutschen Ultimate-Spieler erstmal nicht wenig, aber folgendes ist enthalten:
- 3 Hotelübernachtungen in Hotels direkt an den Feldern
- Vollverpflegung mit Frühstücks- und Abendbuffet...Mittags gibt's ne große Teamkiste mit vielen leckeren Dingen drin.
- Wasser (natürlich)
- 3 Partys
- Begrüßungsgetränk

Wenn man sich früh genug um Flüge kümmert ist es auch für ein deutsches Team interessant.
(Heidees, die den Zaunpfahl im letzten Satz nicht bemerkt haben müssen blind sein)



Das Team bestand aus 18 Spielern...zu viele?
So haben sie sich auf die Tage verteilt:

Samstag + Sonntag + Montag:
Eva, Chiarra, Suvi, Mary Jo, Elli, Jens

Samstag + Sonntag:
Xenia, Jacobo, Parker, Josh, Gerard

Samstag + Montag:
Nico

Sonntag:
Annis, Matti

Montag:
Girish


Wir hatten insgesamt 9 Spiele, 4 am Samstag, 3 am Sonntag und Montag nochmal 2.

Die Bravas haben alle Spiele gewonnen!(wenn man die ersten jeden Tages nicht mitzählt).

SAMSTAG

Bravas 6 - 9 Mokum
Gegen das Amsterdamer Team lief es nicht rund.
Wir mussten uns an den Untergrund und die Mitspieler gewöhnen.
Viele Wurffehlentscheidungen, aber auch das besser eingespielte Team aus den Niederlanden haben das Spiel bestimmt.

Bravas 8 - 6 ooups
Da ich mir das vorherige Spiel von ooups (aus Saarbrücken)teilweise angeschaut hatte, ging ich mit ein wenig Schiss in dieses Spiel. Irgendwann hatte ooups nämlich mit 5-0 geführt.
Nicht so in unserem Spiel. Für mich hat es sich die ganze Zeit knapp, aber doch deutlich für Ooups angefühlt. Als ich mit eher betretenerer Miene in den Kreis stapfte, meinten meine Mitspieler, dass ich reden sollte, da ich ein paar der ooupsianer wenigstens vom sehen kannte und eben auch Deutsch ganz gut spreche.
Ich fing also in dem Glauben -dass wir verloren haben- an das knappe Spiel, uns und ooups zu loben und bedankte mich artig für die Partie. Erst auf Deutsch, dann auf Englisch.
Zwischendurch rief Parker öfters "you scared the crap out of us" rein...in meinem Kopf arbeitete es...als die Saarbrücker anfingen und von ihrer Niederlage redeten, dämmerte mir, dass ich etwas falsch verstanden hatte.

Bravas 9 - 4 Frisbillanas

Das bemerkenswerte an diesem Spiel war nicht das Spiel selber, sondern das Feld Nummer 1, auf dem wir noch 3 weitere Male Bergsteigen durften.
Wenn man in die eine Endzone laufen wollte, musste man kurz vorher ca. 3 Höhenmeter auf 10 Meter Strecke zurücklegen. Das stellte nicht nur den Läufer, sondern vorallem auch den Werfer vor Schwierigkeiten, die mit vielen Turnovers bestraft wurden.

Bravas 12 - 3 Ré Flying Oysters

Ein klares Spiel gegen die Franzosen...wahrscheinlich, da es wiederum auf Feld 1 stattfand und wir uns dort nun auskannten. Vielleicht aber auch, da einige am nächsten Tag nicht mehr da waren und so beim letzten Spiel des Tages wirklich alles geben konnten.
Im Spiritcircle wurde unsere Crema Catalana herumgereicht, wobei ich herausgefunden habe, dass diese ganz schön gut schmeckt und, dass man die Flsche nicht mit links annehmen darf um dann mit rechts zu trinken. Das wurde direkt mit einem Wort (an welches ich mich nicht mehr erinnere) aus allen französischen Mündern kommentiert.

Schwimmen war das anschließende "reinlaufen und schreien"-"5 Sekunden planschen und schreien"-rauslaufen und nicht schreien"-"versuchen die feigen nicht-Schwimmer nass zu machen, welche dann schreiten" nicht. Parker hat sich beim letzten Part mit mir Roger vorgenommen. Als wir ihn von beiden Seiten in die nassen Arme nahmen bemerkten wir, dass er eine Regenjacke trug. Doch zu schlau für uns!

Die Party war, bis auf die Freestyle-Einlage des Spanischen Meisters, nicht besonders aufregend. Der Typ hat echt mal richtig viel spin und akrobatisch ist er auch. Habe aber von Veteranen gehört, dass so eine Freestyle-Show beim 3.Mal zum Gähnen ist.

SONNTAG
Der Sonntag fing gut(oder besser)spät an. Das erste Spiel gegen Guayota startete nämlich erst um 11:30. Einige nutzten die Gelegenheit um sich nach dem Frühstücksbuffet nochmal eine Stunde um die Matratzenhorcherei zu kümmern, da uns in der Nacht durch die Zeitumstellung eine Stunde entwendet wurde.

Bravas 4 - 13 Guayota
Das Ergebnis sagt die Wahrheit. Das Spiel war nie knapp und die anderen deutlich besser. Ob es so deutlich ausgefallen wäre, wenn Nico noch dagewesen, wir schon besser mit Suvis Finnischen Freunden Matti und Annis eingespielt gewesen oder einfach nicht so viele unserer Scheiben im Sand gelandet wären lässt sich bezweifeln, die Niederlage nicht.
Guayota hat übrigens im Finale gegen Corocotta verloren.

Bravas 11 - 5 XLR8RS

Feld 1, da sind wir zuhaus, da kennen wir uns aus!
Alles lief gut, die Brüsseller machten Fehler, welche wir konsequent in Punkte verwandelten. Annis und Matti haben sich in/mit diesem Spiel an die Bravas gewöhnt.


Bravas 7 - 5 Gentle

Zu Beginn kamen ein paar besoffene Englische Teenies und wollten mitspielen. Die Scheibe wurde kurz geklaut, Suvi wurde besprungen und als Australisches Team haben sie uns auch betitelt. Das ganze war aber dann bei Spielbeginn schnell vorbei, da wir sie einfach ignorierten.
Das Spiel selber war knapp und voller langer Punkte. Vielleicht das beste Spiel des Turniers. Bei 6 - 5 war die Zeit vorbei, also sollte es bis 7 gehen.
Es sah stark nach dem 6-6 aus als es einen sehr schönen Pass auf einen äußerst freien Spieler gab. Irgendwas muss den äußerst freien Spieler an der Scheibe gestört haben...er hat sie nämlich nicht festhalten wollen und anschließend lange gezetert.
An den Punkt zum 7-6 kann ich mich nicht mehr erinnern. Die Freude danach war auf jeden Fall groß, da wir durch diesen Sieg auch noch Chancen auf Platz 5 hatten.


Das Thema der Kostümparty am Sonntag stieß nicht auf Begeisterung in unseren Reihen. Was sollte man auch mit dem Thema "Erotik" anfangen?
Schon zuvor waren die meisten Orga-Mails nicht über die Teamzusammensetzung, sondern über das Verkleidungsproblem. Elli hat es irgendwann in die Hand genommen, konnte aber doch nicht alle zu Moulin-Rouge-mäßiger Erotik überreden.
Selbst kurz vor der Party musste noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden...bei allen hat es nicht geklappt.

Ich hab z.B. das hier angezogen. Warum? Weil ich keinen Pimp-Anzug habe und ihn mir derzeit nicht leisten kann. Da ist so ein Girlie-Top in Größe s(für 4€) und die geliehene pinke Brille von der Preis-Leistung einfach unschlagbar:)
Die anderen Teams waren Zahlenmäßig auf der Party stärker vertreten. Einige hatten nur Unterwäsche oder Badesachen an, andere hautfarbene Anzüge. Lack und Leder sowie orientalische beidgeschlechtliche Bauchtanzerotik gab es ebenfalls.
>


MONTAG
Am Samstag Abend haben wir mal durchgezählt, wer alles am Montag spielen wird.
Heraus kam, dass 5 Frauen(davon 3 nur bedingt einsatzfähig) und ich auf der Linie stehen können. Daraufhin hat sich Nico direkt zum spielen angeboten.
Das Spielen hätte also, rein Regeltechnisch (mit 2 Männern)funktioniert. Girish von den Peixets,einem anderen Team aus Barcelona, wollte eigentlich am Sonntag nur zuschauen. Er wurde dann aber von uns überredet noch zu bleiben und uns am nächsten Tag zu helfen. Zwischendurch erzählte er von einem Unterhosenproblem, aber das hat sich zwischenzeitlich wohl erledigt. 3 Männer...toll!
Nico hat in beiden Spielen des Tages durchgespielt...Girish wollte nur auf die Linie wenn wir wirklich 3 stellen mussten. Das bedeutete für mich durchspielen mit ganz wenigen kurzen Unterbrechungen.

Bravas 4 - 8 Revolution Air
Die Franzosen müssen noch öfter als wir auf dem tollen Feld 1 gespielt, oder einfach durch den einen Mann mehr immense Vorteile gehabt haben. Ein deutlich verlorenes Spiel.
Ehrlich gesagt kann ich mich bei diesem Spiel nur noch an den boeigen Wind erinnern. Die Revoluzzer kamen damit einfach besser zurecht. Das Spiel im Kreis haben die RevolutionAirs an das Thema der Party angelehnt. Ein großer Würfel kam zum Vorschein, auf dem verschiedenste Tantra-Stellungen gezeigt wurden. 2 Paare aus den unterschiedlichen Teams traten gegeneinander an und mussten das erwürfelte Bild so schnell wie möglich nachstellen.



Das letzte Spiel
Bravas 7 - 6 Disctèrics
war sehr intensiv. Die Ausrichter hatten immer ein paar schnelle Renner und einen sicheren Handler auf der Linie. Der Wind blies nun nicht mehr in Boen sondern ständig und wirklich kräftig. Ich bin der Meinung, dass uns die Defense-davor-Taktik gerettet hat. Mit dieser Taktik haben wir den langen Wurf zugelassen und uns klar zwischen Scheibe und Gegenspieler positioniert. Zu Beginn traute ich dem ganzen nicht so richtig, wodurch 2-3 Punkte und somit auch die Führung über meine Gegenspieler liefen. Als Nico uns nochmal ins Gewissen geredet hat, dass wir uns nur um die kurzen Pässe kümmern sollen lief es viel besser. Unsere Defense war enger dran und Disctèrics verwarf viel.
An den vorletzten Punkt kann ich mich noch genau erinnern, da dieser mit Turnovern gespickt, lang und in der folge sauanstrengend war.
Wir sind in der Offense kurz vor der Endzone, bekommen aber keinen finalen Wurf hin. Nico nimmt ein Timeout,wir besprechen den kommenden einfachen Spielzug

hier nachzuvollziehen
und er funktioniert einfach nur perfekt.
Der letzte Punkt ist dann nur durch einen Disctèrics-Turnover unterbrochen.
Krasses Spiel!

Ein kleiner Unterschied zu Deutschen Turnieren ist, dass hier die meisten Teams bei der Abschlusszeremonie zugegen sind. Somit konnten ca.200 Menschen einem 10-jährigen Jungen dabei zuhören wie er "we are a family" sang. Singen konnte der, aber irgendwie hat er die Schlusskurve nie bekommen und ist immer wieder zum Refrain abgebogen. Irgendwann haben wir ihn von der Bühne geklatscht und sind nach Hause gefahren.
Elli war bei mir die Fahrerin, Eva und ich Beifahrer, Mark der Unterhalter.
Der Typ hat es einfach drauf Geschichten zu erzählen...ist auch sein Beruf:)
Citizenreporter

Seine Odyssee auf der Suche nach Pornoheftchen hat er leider nicht veröffentlicht. Es ist eine Schande, da diese von ihm erzählten Erlebnisse äußerst witzig waren.

Also: Nächstes Jahr werde ich versuchen wieder dabei zu sein, fettes Turnier!




PS: Irgendwann hab ich Parker (dem 20-jährigen Ami mit 7 Jahren Ultimate-Erfahrung)mal meine Kamera gegeben...als ich daheim ankomme finde ich folgendes Bild auf der Kamera.

Dienstag, 6. April 2010

Sauftourismus

In der letzten Woche war ich erst in Lloret, dann in Benidorm...nach Ibiza koennte ich von Erasmus aus und Malle waere die Krönung.
Lloret:
"Jugendliche aus ganz Europa und Wochenendausflügler aus Barcelona machen den Ort mit seinen über 100 Bars und Discotheken auf engstem Raum zu einer Ballermann-ähnlichen Kulisse.
Lloret de Mar wird auch als Ort des europäischen „Spring Break“ bezeichnet."

Benidorm:
"Die Stadt hat ca. 72.845 (Stand: 2008) gemeldete Einwohner.
In der Urlaubszeit überschreitet die Zahl der Bewohner Benidorms die Grenze von eineinhalb Millionen.
Benidorm besitzt die größte Hochhausdichte (in Relation zur Einwohnerzahl) weltweit mit 345 Gebäuden mit mehr als zwölf Etagen."

Es ist faszinierend wie diese Staedte funktionieren. Eigentlich sind sie vergleichbar mit Vergnuegungsparks, nur dass hier nicht die Achterbahnen oder schwitzende Studenten in Plueschkostuemen als Attraktionen herhalten. Der kuenstliche Strand, das Meer, die Nacht, die Jagd nach einem Sexualpartner(vielleicht also doch schwitzende Studenten) und technisch aeusserst gut ausgesattete Discotheken mit beschissener Musik sind die grossen Attraktionen.Das herausragendste jedoch ist der billige Alkohol in Verbindung mit wiederum billigem Fastfood und die anderen Vergnuegungsstadtbesucher, die sich in der logischen Konsequenz vor und ueber einem Uebergeben.

Das letztere ist nur in der Nacht ein kleines Problem, wenn man den Weg in die Pritsche finden und diesen in Schlangenlinien zuruecklegen muss. Man kann auch laenger als der normale Besucher auf der Strasse verweilen um dem Schlangenpfad zu entgehen, denn zwischen 5 und 6 finden die taeglichen Raeumungsarbeiten statt.
Da diese Prozedur so schnell wie moeglich gehen soll, ist die Stadt darauf vorbereitet und hat z.B. nicht die schoensten sondern die "abwaschbarsten" Steine verbaut. Durch Jahrelange Erfahrung wurden ebenfalls die brisanten Stellen einfach umgebaut um leichter gereinigt werden zu koennen. Das sieht nicht immer schoen aus, ist aber sehr gut nachzuvollziehen...stellt euch vor, ihr haettet schon seit Jahren den wunderbaren weissen Teppich mit langen Haaren/Borsten/Fransen (wie nennt man die Dinger?) in der Kueche...warum nicht einfach komplett verfliesen? Ist doch viel praktischer.
Mit Hochdruck- und passenden Schlaeuchen und Reinigern wird der Muell und die Kotze weggespuelt. In normalen Staedten gaebe es Probleme an einigen Stellen, da sich hier und da das Wasser sammeln und Pfuetzen aus Pizza, Pisse, Kotze, Crepes bilden wuerden. Nicht so in diesen beiden!
Wenn man also gegen Mittag/Nachmittag aufsteht und gegen eine Hotelwand vor dem Fenster schaut, sieht die Gasse darunter wie geleckt aus...ehrm...Klasse?!

Warum ich in solchen Staedten unterwegs bin?
In Lloret war ein wirklich sehr eindrucksvolles Beach-Ultimate-Mixed-3-Tages-Turnier.

Benidorm ist spontan die letzte Station unserer kleinen Spanien Rundreise geworden, weil wir einmal den Strand sehen und das Meer fuehlen wollten.


Ueber beides soll noch ausfuehrlicher berichtet/geschrieben/ge-Photo-zeigt/gelacht werden.

Nach Ibiza und Malle geht's natuerlich nicht...das waere dann doch ein wenig sehr krass:)

Montag, 29. März 2010

Morgen...


gibt's wohl mal mehr über das letzte Wochenende in Lloret!

Oder auch nicht...muss Sachen packen, da heute eine kleine Spanien-Rundreise anfängt.

Samstag, 20. März 2010

Ponyhof...totally!?

Nachdem ich am letzten Donnerstag bei dem Spanisch-Einstufungstest erwartungsgemäß den 2. Lvl erreicht habe, fing heute mein Kurs an.
Von 15 bis 17Uhr Spanisch, 4x/Woche, das sollte helfen um es in den dritten Lvl zu schaffen!
Naja... die 2 Stunden werden am Anfang 10 Minuten gekürzt, weil die vorherige Stunde der Lehrerin um 15 Uhr aufhört...dann gibts ne 10-minütige Pause zwischendurch...ausserdem ist die nächste Woche komplett frei.Insgesamt ist also erstmal nicht so viel mit Spanisch:) Aber(fast) 6 Stunden liegen in dieser Woche noch vor mir, auf geht's! (wahrscheinlich gibt's deswegen genau JETZT diesen Eintrag vn mir)

Das ganze erinnert mich übrigens ein wenig an den Ponyhof (=PH=Pädaggische Hochschule), da ich mal wieder der Jens im Korb bin.
Es gibt keinen anderen Kerl in diesem Kurs, 15 weitere Teilnehmerinnen, Plus Lehrerin. Vom Regen in den Regen...oder von der Sonne in die Sonne oder...ehrm, bald ist doch April, naja...da kann also alles mögliche herauskommen.

Einen Unterschied zum Ponyhof gibt es aber.
Im allgemeinen sind die Seminarteilnehmer und Profs. positiver eingestellt als ich es sonst gewöhnt bin.
Ich bekomme einfach mehr Zuspruch bei kleinen Fortschritten, selbst wenn klar ist, dass ich eigentlich 'ne totale Flachpfeife auf dem Gebiet bin.
Wenn ich nicht so positiv eingestellt wäre, könnte ich meinen, dass das durch meinen Erasmus-Besonderheitsstatus oder durch das allgemein niedrigere Niveau bedingt ist.
Das tue ich aber nicht!
Positiv!
Hier ein Bild, welches zeigt, dass auch das Unvermögen den Blitz einzustellen manchmal zu einem guten Ergebnis führen kann:


Das folgende Bild zeigt zwar nur ein ungeheuer appetitliches Ergebnis, aber es soll eher den Weg dorthin verdeutlichen.


Ich habe hier nämlich 2 Dinge, die ihr auf dem Photo NICHT seht, sehr schätzen gelernt.

1.
Das Zeug, das vorher in der 0,2-Flasche (ja richtig, diese Zwergflaschen gibt's hier en masse) drin war. Zu Beginn schmeckt es nach Seife, aber nach einiger Zeit ändert sich der Geschmack in Richtung...Spülmittel.
Ich weiß nicht genau warum es mir schmeckt, aber es hat irgendwas.

2.
Die gewöhnliche braune Hausmade.
Ihr könnt sie dort in meiner Aufzuchtstation bewundern. Schwer vorzustellen, aber vor ein paar Wochen waren diese Prachtexemplare noch kleine weiße Würmchen, gefangen in allen möglichen Lebensmitteltütchen unserer Küche.
ALs Tierfreund, Vegetarier und baldigem Produzenten von "selfMADE" musste ich die kleinen Kerlchen retten. Verschiedenste Aufbewahrungsmittel wurden ausprobiert, aber das wohlige Zusammengehörigkeitsgefühl in der Standard 0,2 Flasche hat sich am Ende als die beste/schnellste/effektivste/ökonomischste Art und Weise der Madenzucht herausgestellt.

Der aufmerksame Leser hat bemerkt, dass ich ein paar Zeilen weiter oben "[...]Dinge, die ihr auf dem Photo nicht seht." geschrieben habe.
Auf dem Photo sieht die Flaschenfüllung aber wirklich aus, wie kleine, eklige Biester, oder?

Nene...in der Flasche sind ganz gewöhnliche Olivenkerne. Für alle, die es nämlich noch nicht wussten: Oliven sind lecker und können auch mal Glasweise mit der Gabel anstatt Chips oder Keksen zu sich genommen werden.

Zum Abschluss muss ich noch ein Versprechen wahr machen, dass ich Roger gegeben habe, als wir vor ein paar Tagen auf dem Weg von einer Bar zur nächsten durch eine enge Gasse gegangen sind:
"Hey Jens, this has totally to go to your blog:
Taxi drives slowly against a curb while the female passenger is grabbing the drivers balls."

Mittwoch, 17. März 2010

die Gene...


...machen doch was sie wollen.Verdammt!
Ich bin mir nicht ganz sicher, wann dieses Foto entstanden ist.An meiner Gesinnung hat sich aber Definitiv nichts geändert, keine Angst:)
Es könnte sein, dass ich bei Ausführungen über das RAGE-Konzert am Freitag irgendwelche komischen Metall-like Gesten gemacht habe.
Oder hab ich die Rolle des Deutschen ironisch brechen wollen? Ich weiß es echt nicht mehr, sorry.

Kommentar von Paul dem Österreicher dazu:
"HAHAHAHAHAHA, how high do we want to jump, kameraden?"

Sonntag, 14. März 2010

Zeitreisen sind möglich!

Wir befinden uns im Jahre 24 n. JMH. Ganz Spanien ist ein bisschen spät dran ...Ganz Spanien? Nein! Ein von unbeugsamen Wissenschaftlern und Studenten bevölkertes autonomes Dorf hört nicht auf, auf die Uhr zu schauen.
Und das Leben ist nicht leicht für die Erasmusse, deren Wohnungen in Barcelona liegen...


In Spanien fängt alles 4 Stunden später an.
Wenn man hier Abends schon um 2:30 in einen Club geht, ist man früh...dadurch verschiebt sich die Zeit, zu der man sich in die Bars aufmacht oder sich bei jemand anderem trifft ebenfalls um 4 Stunden...wenn man vor 22:30 bei jemandem auftaucht ist es schon fast als Affront zu werten.
Die Zeit, zu der wir am Wochenende im Sand spielen (auch Beach-Ultimate genannt)ist ziemlich genau 4 STunden später als das Sonntags-Ultimate in HD...das Training fängt um 15:00 an.
Die Geschäfte machen ihre Mittagspause nicht von 12:00 bis 13:00, sondern von 15:00 bis 16:30.
Meinen Mitbewohner habe ich sein Frühstück schon öfter nach 12 essen gesehen, als vor 10.
Bei mir hält sich das ganze die Waage...da ich (derzeit) 3x in der Woche früh aufstehen und zur Uni Zeitreise. Diese Reise mit dem ferrocarril(unter uns regelmäßigen Zeitreisenden auch DeLorearril genannt...) ist eine beliebte Sache. Deshalb ist es auch schwierig einen Sitzplatz zu bekommen. Vorallem gegen 8:00. Manchmal muss man auch auf eine Wand zum Anlehnen verzichten. Aber wer will es den ganzen Passagieren verdenken? Der Delorearrill braucht 30 Minuten gefühlter Zeit von Barcelona Innenstadt bis auf den Campus. In Wirklichkeit verliert man aber auf dem Hinweg 4 Stunden, was man daran sehen kann, dass meine Kurse wirklich beginnnen, wenn ich ankomme. Glücklicherweise bekommt man diese Zeit wieder, wenn man zurück fährt. Meine Mitreisenden und ich haben uns schon oft überlegt, was passieren würde, wenn man den Hin- oder Rückweg nicht mit der Bahn, sondern mit dem Rad, Hoverbard oder Taxi zurücklegen würde. Einer wollte es mal ausprobieren, aber von dem hat keiner jemals wieder etwas gehört...

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Falls du dich an der Blasphemie im ersten Satz stößt...ich will mich da sicherlich nicht mit einem wiederauferstandenen Zombie vergleichen...vielleicht eher meine eigene Zeitrechnung unter die Leute bringen:)

Mittwoch, 10. März 2010

Das erste Mal - Teil 1

In diesem EIntrag will ich ein paar "firsts" beschreiben. Da ich hoffe, dass ich noch mehr erlebe, wird es hoffentlich einen zweiten Teil geben.

Ich habe zum ersten Mal ein Digitalkamera-Display geschrottet.


Sie funktioniert noch, aber auf den ersten Blick hat jeder erstmal 'ne dicke Pflaume im Gesicht.

Wie kam es dazu? Naja...an diesem Abend hatte ich die Kamera an der Stelle des Langenscheidts...das folgende draufsetzen war also unvermeidlich. Zur Verteidigung dieser unglaublichen Blödheit ist zu sagen, dass ich das mit meiner alten Kamera machen konnte:(
Ach ja...ähem...ehrm...sorry Tobias!



Ich bin zum ersten Mal Motorrad gefahren.

Dieses...

...um genau zu sein.

Ok, ich bin nicht selber gefahren,aber mitgefahren bin ich auch noch nie auf einem richtigen Motorrad.
Als das Training eben zu Ende war, fragt mich Rafael, ob er mich ein Stück mitnehmen soll, er habe noch einen zweiten Helm.

Meinen Kopf hab ich nach langem zögern doch überreden können in den Helm zu kriechen...Brille auf, Visier runter...Nebel... dann also mit offenem Visier, wird schon kein großer Unterschied sein.
Bevor es losging meinte Rafael noch, dass ich ihn nicht vor Angst anpissen oder ihm ins Ohr schreien soll.
Er hat die Gänge ziemlich hochgezogen, aber sein Sitz ist im Endeffekt trocken geblieben.
Ich weiß nicht, ob es nur an dem offenen Visier lag, aber mein Kopf wurde ganz schön durchgeschüttelt und jedes Mal, wenn er beschleunigt hat, kam mir meine Brille ein Stück näher.
Alles in allem ist es mit einer Achterbahnfahrt vergleichbar, leider mit Gegenverkehr, Abbiegespuren und Gegenverkehr, was nicht unbedingt zu einem Gefühl der totalen Kontrolle und Sicherheit beiträgt, aber eine Achterbahnfahrt ist eine Achterbahnfahrt! =>ganz groß!

Dienstag, 9. März 2010

"Ich werde bis November...

...keinen Schnee mehr sehen"

Das waren meine Worte vor ein paar Tagen, als es bei euch angefangen hat...
und heute hab ich Schneefrei!
Das Bild hat Suvi, meine Mitbewohnerin von ihrem Balkon gemacht:

Im Netz hab ich das gefunden:



">

Donnerstag, 4. März 2010

Haben, Haben, Haben

- Habe eben(nach Sichtug des Bildes) beschlossen, keinem mehr böse zu sein, der mich Tingeltangel-Bob nennt...


- Habe jetzt einen funktionstüchtigen Fotoapparat.

- Habe 3 Tage in Folge beim Ausgehen keine Jacke angezogen, weil es hier so warm ist.

- Habe eine Erkältung.

- Habe eine schmerzliche Entscheidung gefällt.

- Habe einen unglaublichen Alkoholkonsum...ich sollte mal wieder Jack London's "König Alkohol" lesen.

- Habe vor 3 Tagen gleichzeitig kurze Hose und T-Shirt in der Stadt angezogen...war zwar der einzige, aber ich wollte es einfach hier schreiben können.

- Habe jetzt ein Zimmer von ca. 6m²...vorher ca. 20m².


- Habe mir zum Geburtstag Jonglierbälle gekauft..4...denn eine kleine Herausforderung darf es schon sein:) Aber, naja...ich versuche mich derzeit immer virtuoser an den 3en(weil ich es mit dem 4te nicht hinbekomme)...ausserdem brauche ich das jonglieren auch in einem Seminar.
Der ganze Kurs muss irgendwann im Mai eine Show veranstalten. Diese besteht aus kleineren Nummern...ich darf mich im Acrosport (Pyramidenbau aus Menschen) und 2 kleineren "Stücken", in denen eine meiner Figuren jongliert, beweisen.

- Habe bisher fast kein Spanisch gelernt. Auf jeden Fall nicht das Reden. Meine Mitbewohner sprechen nur Englisch mit mir und wenn es über "que tal" oder "donde vives" hinaus geht, habe ich einfach keinen Grammatik- und Wortschatz auf dem ich aufbauen kann.

- Habe die Gewissheit, dass ich ab mitte März viel mehr Spanisch sprechen werde, da dort mein täglicher Spanischkurs beginnt.

- Habe derzeit Mittwochs und Donnerstags frei.

- Habe meinen Langenscheidt immer als Brieftaschenattrappe am verlängerten Rücken, um die Gewissheit zu haben mal einen von diesen verdammten Taschendieben zu verARSCHen. Es hätte fast einmal geklappt, wenn es nicht jemand bemerkt und den Langfinger verscheucht hätte.

- Habe 3x in der Woche ziemlich früh Uni.

- Habe eine spanische Handynummer: +34644372843

- Habe jetzt eine Ahnung, wie ich auch Nachts nach Hause finden kann.

- Habe mir den Park Güell angeschaut.

- Habe heute am Meer gesessen.

- Habe herausgefunden, dass es hier in großen Clubs manchmal sowas wie Animateure gibt, die auf der Bühne tanzen...(nein, nicht so ein Club wie ihr jetzt denkt...das Bier kostet weniger als 20€ und die Animateure sind die ganze Zeit bekleidet)

- Habe 6 Stunden wohlverdienten Schlaf vor mir.

Montag, 22. Februar 2010

Prostituierte...manchmal muss es eine sein

Ihr habt gelesen, wie mir meine Sachen gestohlen wurden, dann wie mir kalt wurde...was ist noch schlimmer als seinen Laptop oder die zarte Haut zu verlieren?
Richtig! Würde, Ehre, Anstand, sowas sollte man nicht verlieren!

Wie ich also (fast) meine Würde verlor...
Alles begann mit dem Wunsch Avatar zu schauen. Alle haben gesagt, dass ich reingehen soll.
Irgendwo hab ich noch einen einleuchtenden Star-Wars vergleich gesehen und es war um mich geschehen.
Der Montag Abend sollte es sein und natürlich ein 3D-Kino...
Nachmittags/Abends ging die Nachricht raus, dass ich mir den Film um 22Uhr im Kino anschauen will, die Zustimmung war zu Beginn recht gross...wir waren (in meinem Kopf) zwischendurch 7 Leute die mit in den Film wollten.
Leider ist in meinem Kopf wohl so etwas passiert wie bei der Berechnung des virtuellen gelben Trikots, wenn die Ausreisser eine halbe Stunde Vorsprung haben. 40 Minuten vor Beginn des Films waren wir nur noch zu zweit...wenigstens einer, der sich potentiell um die Rückfahrt gekümmert haben könnte.
Bevor ich losging packte ich meine neu erworbenen Jonglierbälle(falls ich irgendwo mal warten muss/darf) und die Barcelonakarte in die Jackentaschen.
Schon ein wenig spät dran sputete ich mich um nicht die letzte Begleitung des Abends noch durch zu spätes aufkreuzen zu verschrecken.
Nach einer Absage-SMS 10 Minuten vor Filmbeginn kam ich ein wenig zu spät im Kino an...natürlich alleine.
über den Film ist nicht viel sagen:
KrachBummOoohhÖÖkooooAction

Der Weg nach Hause hat ca. um 0:40 begonnen, Metros fuhren also schon länger nicht mehr. Glücklicherweise hatte ich die Karte dabei...ich lief also los...erstmal in die falsche Richtung.
- ¨Verdammt, das wären 10 Minuten mehr schlaf gewesen du Depp!¨
Nachdem meine Scheine zur Sicherheit in meinem neuen Geheimfachgürtel gelandet waren, ging es jetzt geradeaus die Calle de L´Arquitecte Sert entlang, die zum Placa de les Glories führt. Von dort aus war es laut Karte ganz einfach.
Der Anfang verlief gut und zügig, selbst mit einem Kartencheck an jeder 3. Ecke.
Irgendwann fiel mir auf, dass ich keine ¨Stadtgeräusche¨ mehr wahrnahm. Es hörte sich nach dieser Stille an, die in Western durch ein vorbeiziehendes Bündel Stroh dargestellt wird.
Nach der nächsten Kreuzung sah mir die Strasse ziemlich düster aus, weniger und kaputtere Autos als vorher. Als ich an einer Hausruine, die eher zu einem Schuttabladeplatz geworden ist, vorbei ging, hörte ich Stimmen hinter der nächsten Ecke. Dass der Gürtel mit den Scheinen gut sass, war meine nächste Feststellung.
Puh, nur ein paar besoffene ältere, freundlich aussehende Herren.

Kurz vor dem Place des Glories, hörte die Strasse auf.
Vor mir ist eine Wand und ein paar Brücken auf verschiedenen Ebenen, die sicherlich nicht für Fussgänger gedacht sind. Diese dürfen nämlich einen riesigen Umweg laufen. Auf diesem Umweg traf ich auf eine Dame, die auf irgendwas zu warten schien. Die Dame hatte ziemlich lange Stiefel, Strumpfhosen, ne kurze Hose und ne Jacke an...nicht ungewöhnlich HEUTZUTAGE, aber was macht die denn da an der Kreuzung mitten in der Nacht?:)
Eine weitere, ähnlich gekleidete Frau sah ich schon von weitem an einer Bushaltestelle sitzen. Und der Bus fuhr laut Plan ein wenig in meine Richtung...da wartete ich gerne 15 Minuten. Nach 3 war mir das Stehen zu blöd und ich setzte mich in gebührendem Abstand neben sie. Die Jonglierbälle holte ich, trotz wartens, nicht heraus. Sie schaute zu mir rüber, lächelte mich mit $ in den Augen an und winkte mir zu näher zu kommen. Sie fragte woher ich komme.
Die Antwort bekam sie, aber näher an sie heran wagte ich mich trotzdem nicht. Dann deutete sie fragend auf das Nitbus-Zeichen, winkte ab, lachte und steckte sich lärmende Ohrstöpsel in die Ohren.
Zwei ca. 18-jahrige Jungs kamen mit dröhnendem Handy auf uns zu, sie meinte dass es Rumänen seien und machte das blöd-Zeichen an der Stirn
Hmmm...das Gefühl war wieder nicht das beste...
Die Jungs gingen stärker in unsere Richtung, drehten dann aber kurz vorher ab.
Erst als die beiden die Strassenseite wechselten bemerkte ich das K.O.Spray in der Hand meiner Banknachbarin...Danke, manchmal muss es einfach eine Prostituierte sein (die neben dir sitzt um die bösen Buben zu abzuwehren)

Der Bus, bei dessen Zielen mir ein paar Strassennamen bekannt vorkommen, nahm mich dann mit. Ich versuchte die Fahrt auf der Karte mitzuverfolgen.Blöderweise fuhr er ein paar nicht einkalkulierte Kurven. Als ich mich nach 5 MInuten entschloss jemanden zu fragen, wo wir uns befinden, kam etwas dabei heraus, dass einen langen Fussmarsch bedeutet hätte. Ich wartete also noch ein wenig, fragte noch einen anderen Fahrgast und entschloss mich viel zu spät auszusteigen, auf die Karte zu schauen und einfach zu laufen.
Das ganze hat bis halb 3 gedauert und meine (nie vorhanden gewesene) Kartenleserehre ist auf jeden Fall in Frage gestellt.
Ausserdem hab ich die Bälle nicht einmal benutzt.

Einfach nur liegen...

...im grossen Bett, neben mir der neue Radiator, Spaghetti, Eis, Chips, Zitronenlimo und auf meinem Bauch ein weisses, warmes Yetiwärmflaschenkuscheltier,
Das war gestern Abend...ich wollte es mir eben richtig gemütlich machen um hier etwas zu schreiben.
Leider konnte ich durch diese Gemütlichkeit, den vollen Magen und fettige Finger dann doch nicht anfangen und habs auf heute verschoben.
Die Taktik ist diesmal ein wenig anders:
Das Fenster ist offen, die Strasse laut, der Radiator aus, das Wasser im Yeti kalt und an Knabberkram sind nur noch diese komischen Kekse da, die sowieso niemand mag.

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Vor ein paar Tagen hat meine Nachmieterin ihre Möbel und Sachen schonmal in die Wohnung gebracht. Deswegen habe ich jetzt einen riesigen leeren Schrank in meinem Zimmer, indem es sicherlich ein wunderbares Echo geben könnte, selbst wenn ich alle meine Besitztümer in ihm versammeln würde. Daneben steht noch ein Schuhschrank, der eigentlich wirklich Sinn macht, da ich mir gleich 2 Paar neue Sportschuhe kaufen musste.
Das erste, weil ich Hallenschuhe für ein Seminar brauche,
das zweite, weil sich die Nähte meiner Ultimate-Schuhe an bekannter Stelle (neben dem kleinen Zeh) auflösen und es nicht oft Schuhe in Gröse 47 mit 55% Preisnachlass gibt.
Habe beide natürlich in meinem Lieblingsladen, Decathlon, gekauft.

Neben meinem Bett steht ihr Leistungsstarker Radiator und auf dem Flur ein paar Umzugskartons, um die ich nun herumfahren muss, wenn ich ins Wohnzimmer will.

Am selben Abend sollte es eigentlich das erste langersehnte Rasen-Training geben.
Da es aber geregnet hat und der Platzwart uns dann nicht draufgelassen hätte, ist es ausgefallen...manno...aber jetzt gerade freue ich mich schon wieder so sehr auf den nächsten Mittwoch, dass ich mir die neuen Schuhe aus dem Schrank hole, sie ein bisschen streichle, sie anziehe, teste ob ich in ihnen laufen kann und mich auf einmal umschaue.
-Hat auch niemand zugesehen? Ich fühle mich ein bisschen wie der Mann, der sich gerne die Klamotten seiner Frau überstreift und dabei auf der Hut sein muss.

Meine erste kleine Erasmusparty war am letzten Donnerstag.
In einer Bar, 10 Minuten zu Fuss von meiner Wohnung, waren ganz viele Menschen.
Diese Menschen waren zu einem grossen Teil jünger als ich und hatten alle überdimensionierte Einmachglasschilder auf der Brust. Dort gab´s den Namen, die gesprochene(n) und die zu erlernenden Sprachen zu lesen.
Bei einem überraschend niedrigen Bierpreis von 1,50€ kam man so schnell ins Gespräch.
¨Give me your Facebook¨ fiel genau so oft wie ¨Donde estas/eres/vives?¨ oder ¨your subjects?¨
Als ich dann um halb2 nach Hause gegangen bin, weil es 5 1/2 STunden spaeter für mich auf zur Uni ging, hab ich mich schon fast als Streber gefühlt. Die anderen, mit denen ich mich unterhalten habe, sind nämlich noch auf die Suche nach einem Club gegangen.

Auf ebendieser Suche hab ich mich, in der Nacht von Freitag auf Samstag befunden, aber dazu spaeter.
Begonnen hat der Abend nämlich für mich mit einem Geburtstagsgeschenk in Form eines Konzertes.
Manuel Gonzales hält den Steg der Gitarre nicht auf Hüfthöhe, sondern eher neben dem Kopf...sieht weniger cool aus als bei Rockmusikern, aber für das Aussehen und Ambiente war dank kirchlichem Prunk gesorgt. Die 2 Stunden gingen recht schnell herum, wenn man bedenkt, dass vorne nur ein Typ mit Gitarre saß und nicht einmal sang. Der Typ kann wirklich Gitarre spielen!
Nach einer pre-drinking-Party(dass es das Wort wirklich genau so im englischen gibt hätte ich nicht gedacht, aber dort erfahren) in einer ziemlich kleinen Küche machten sich 7 Nationalitäten, verteilt auf 10 Köpfe, auf das Nachtleben von Barcelona zu erkunden.
Mit ein paar Leuten in einen Club zu gehen hört sich einfach an...noch einfacher, wenn man so eine grosse Stadt wie BARCELONA ergänzt.
Das ganze ist dann doch komplizierter...
durch folgende Kriterien wurde jeweils eine Location ausgeschlossen:
- ¨Turnschuhe verbboten¨
- nichts los
- zu voll
- Eintritt zu teuer
- Getränke zu teuer

Am Ende haben wir doch noch etwas gefunden, wo wir um 3 rausflogen.

Zwischendurch hatte ich einen wirklich peinlichen Moment.
Es war halb 1, mein neues spanisches Handy vibrierte und zeigte mir ¨Hola hermano, Alles Gute zum Geburtstag.¨
Mein Bruder musste mich also an meinen eigenen Geburtstag erinnern...habe ich also Angst vor dem älter werden oder es einfach nur vergessen? Ich entschloss mich, das letztere zu untermauern, indem ich dem Paul dem Österreicher in der Gruppe die Nachricht zeigte und all die Geburtstagspeinlichkeiten über mich ergehen liess.

Mein eigentlicher Geburtstagsabend verlief ruhig. Da aus "Nachbarschaftsfreundlichkeit"
eine richtige Party nicht zu machen war, hat der Abend "nur" bei mir begonnen und dann in einer Bar zu geendet...nicht allzu spät, da ich
am Sonntag mein erstes Turnier mit den Bravas, aber auch mein erstes Turnier auf Sand spielen durfte. Zum Ultimate gibt´s aber erst bald mehr, denn...
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...alle komischen Kekse sind jetzt in meinem Magen und ich trotz der kälte müde.

Sonntag, 14. Februar 2010

Sonne, Strand, baden...

:::Achtung, dieser Eintrag endet ein wenig zu hochtrabend:::

/...na, wie gerne wuerdet ihr jetzt einfach mal im T-Shirt auf den Balkon, die Strasse oder an den Strand gehen um dort die Füsse warme Blumenerde, warme Hundehaufen oder warmes Meerwasser spueren zu lassen? Danach einen ultimativen Sport auf Strand-Art spielen und sich auf der Rückfahrt endlich den erfrischenden Wind in´s Gesicht wehen lassen...weil es so heiss war den ganzen Tag...
Ist das euer Wunsch? Ja? Meiner auch...
Hier ist es nämlich ganz schoen kalt (10 Grad sind schon viel), der Wind pfeift überall, gestern Abend hat es richtig geregnet und die Sonne hab ich auch noch nicht in der vollen Pracht erleben duerfen.
Den Radiator aus dem Wohnzimmer könnte ich mir in der Nacht mal neben mein Bett schieben...warum habe ich das eigentlich noch nicht gemacht?
Ach ja, das würde so unglaublich lange dauern:) Der Flur, der vom grossen Wohnzimmer zu meinem Zimmer fuehrt ist kerzengerade und so lang, dass ich ihn mal gehe und mal mit dem Kickboard fahre.
Es gibt hier im Haus auch einen lustigen alten Fahrstuhl, bei dem man erst den Käfig und dann das Doppelportal von Hand öffnen und schliessen muss um zu fahren.
Gerade hat mir Roger gesagt, dass es in der naechsten Woche schoen warm wird...das laesst doch hoffen und meine 10er-Pack-Winterschlafanzugbestellung ganz schnell wieder in meinen Gehirnwindungen verschwinden.
A pro pos verschwinden...ein bestimmter unschöner Incidente
hat seine Auswirkungen, aber vieles davon ist auf dem Weg der Besserung:

1. mein alter Laptop ist auf dem Weg zu mir

2. eine neue Miniaturhanna dürfte ebenfalls bald hier ankommen

3. TAN-Listen, Kreditkarten...ist so gut wie alles geklärt

4. eine neue-alte-kleine Kamera duerfte hier bald ein paar Bilder machen

5. Ich hab einen neuen Spanisch-Deutsch-Spanisch Langenscheidt gefunden


Einiges noch nicht:

1. das Amt, welches mir die Erasmus-Unterlagen ersetzen könnte hat bisher nicht geantwortet.

2. meine gesamten Studiumsunterlagen der letzten 7 Semester (also PDFs und selbst erarbeitetes) sind wahrscheinlich weg, weil ich die Backups auf der geklauten Festplatte hatte...AAARGH!

3.Um die personalisierte Rückfahrkarte habe ich mich noch nicht gekümmert...da sind die Erfolgsaussichten auch eher gering.

4. hm...mehr ausser den persönlichen Daten, Photos und dem Geldwert der Dinge fällt mir gerade nicht ein...sorry...mir fällt echt nicht noch mehr negatives ein!


Das ist nicht schlecht, oder? Wenn mir mehr positive Dinge auffallen, als negative...
Euch hingegen sollte jetzt so langsam aufgefallen sein, dass ich etwas weiteres gefunden habe.
Es sind die Umlaute ä, ü und ö.
Ganz einfach, durch vorheriges Betätigen der Anführungsstrich-Taste kommen diese wunderbaren und doch hÄufig in Gebrauch befindlichen Buchstaben, zum Vorschein.

Durch sowas kann man mich glücklich machen derzeit.
Hatte Tyler Durden also doch recht:

"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun…"

Donnerstag, 11. Februar 2010

Incidente


Wichtige Dinge, die nicht im Handgepaeck fuer Barcelona fehlen sollten:
- Hanna in Miniaturformat
- Laptop
- Fotoapparat
- Erasmus-Unterlagen
- Ext.Festplatte
- Tan-Listen
- frische Kreditkarten-Pin(mit-ohne Kreditkarte daneben)
- Woerter-/Grammatikbuch
- Adresse des Ziels

Fehlt noch etwas?
Na klar, das war ja auch nur der kleine blaue Rucksack...den Inhalt der anderen 2 grossen Taschen erspare ich euch lieber.

Irgendwann muss es schliesslich losgehen:

Wie kann der Busfahrer mein Kickboard nur als Skateboard bezeichnen?
Er packt es dann doch in den Bus und steckt die 10€ extra genussvoll ein. Das Portemonnaie kommt schonmal in meine innere Jackentasche, denn Barcelona soll voller Diebe stecken!
18 Stunden spaeter stehe ich mit meinem Wanderrucksack auf dem Ruecken, dem kleineren Rucksack auf der grossen Tasche auf dem Kickboard vor dem Busbahnhof SANTES und hole freudig mein bimmelndes Handy aus der Hosentasche...Roger(mein Mitbewohner im Februar und Patatas Bravas-Kopf) ruft mich an. Weil der Verkehr so laut ist drehe ich mich um und gehe ein paar Schritte in Richtung Hauswand. Nachdem er mir erklaert hat, dass ich die blaue Linie bis DIAGONAL(Die Strasse nennt sich wirklich so, wenn ihr euch Barcelonas Stadtzentrum mal anschaut, werdet ihr erkennen, warum sie ihren Namen traegt) nehmen soll, wimmele ich ihn schon ab, da ich den Rest auf dem Zettel im anderen Rucksack stehen habe.
Als ich mich umdrehe muss ich ¨im anderen Rucksack" ueberdenken, weil ich ihn einfach nicht sehe. Ich renne auf die Tasche und das Kickboard zu...kein Rucksack...
¨Ẅo war ich als letztes?, hab ich ihn da vergessen?¨
Einmal ums Gebaeude zum sonnigen Plaetzchen rennen...NIX

Wichtige Dinge, die nun fehlen:
- Hanna in Miniaturformat
- Laptop
- Fotoapparat
- Erasmus-Unterlagen
- Ext.Festplatte
- Tan-Listen
- frische Kreditkarten-Pin(mit-ohne Kreditkarte daneben)
- Woerter-/Grammatikbuch
- Adresse des Ziels

Als ich Roger anrufen will, geht er erst nicht ran, dann klappt das SMSen nicht.
Mit dem Umweg ueber ein Internetcafe (um die Adresse und den Weg heraus zu finden) bin ich um 13:00(also nach 2 Stunden) in der Wohnung, wofuer ich spaeter zu Fuss 15 Minuten brauche.

Der erste Tag hat dann aber doch nicht nur mit dem Taschenklau, dem daraus resultierenden Aerger und Verwaltungskram zu tun, es werden natuerlich noch ein paar Scheiben mit Roger geworfen:)