Mittwoch, 4. August 2010

großer Spanien-Evaluationseintrag Teil 2, oder warum 60 Cent den Unterschied machen.

Nach Welt- und Deutschen Meisterschaften, einiger Zeit Zuhause, bei meinem Bruder und den Ferienspielen fängt das wahre Leben Morgen wieder an, arbeiten. Heute will ich noch die restlichen Umzugskartons leeren...soll ich mein Zimmer etwa genau so einrichten, wie es vor 6 Monaten war, oder etwas verändern? Meine Schwester hat ihr Zimmer immer umgeräumt, wenn ihr langweilig war. Langweilig ist mir gerade nicht, aber Irgendwas hat mich vor ein paar Minuten bewegt den Schreibtisch um 90° zu drehen...ich kann nicht genau sagen, was.
Vielleicht will ich nicht wieder in das ganz normale alte Leben zurück weil ich mich verändert habe?
Vielleicht habe ich mich aber auch nicht verändert -kann genau das nicht glauben- und suche Hände-ringend und Tische-schiebend nach Anzeichen.
Am besten erzählt ihr mir, wenn ihr mich trefft oder mein riesiges, aufgeräumtes top-durchgestyltes Zimmer in Augenschein nehmt, wie ich mich verändert habe und was ich dagegen tun kann/soll.

"Spanien ist eigentlich wie Deutschland" dachte ich, als ich dieses Schachbrettmuster in meiner Wohngegend entdeckte, das mich an Mannheim erinnerte. Ausserdem findet man MediaMarkt, Lidl, Schlecker und sowieso viel zu viele Deutsche Touristen/Studenten/Aussteiger.
Einige Unterschiede gibt es sicherlich...aber die kennt ihr bestimmt schon aus Dokus und anderen Klischeebeladenen Medien. Glaubt den Klischees, sie stimmen...öfter als ich mir eingestehen möchte.

Viele Bekannte hatte ich dort. Ein wenig schade finde ich, dass sich keine feste Freundschaft entwickeln konnte.Wie geil wäre es denn mit jemandem richtig dicke zu sein, der am anderen Ende von Europa wohnt? Dann würde es da immer in den Ferien hin gehen und die Kinder können zwosprachig aufwachsen. Aus der Traum! Mit Erasmus-Menschen, Studienkollegen und Frisbeeleuten in 4 Monaten so viel wie möglich zu erleben bedeutet, dass man sich danach mit allen ein bisschen, aber mit keinem so richtig tief verbunden fühlt. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass ich einfach niemanden auf der selben Wellenlänge gefunden habe, oder wir uns (auf der Welle reitend) nicht gut genug verständigen konnten...naja, ganz so schlimm ist es vielleicht doch nicht, da ich Lorena und Ari(olda) versprochen habe nach Italien zu kommen.Ich hab's sogar mal vor, glaube ich.

Zusammenfassend:
Barcelona hat mir gefallen, ich will die Zeit nicht missen auch wenn ich jetzt gerade doch lieber in Deutschland bin, wo ein Snickers am Automaten 60cent und nicht 1,20€ kostet.

Bloggen hat mir auch gefallen. Zwischenzeitig dachte ich zwar, dass euch diese Texte ohne Bilder zu langweilig sind, jedoch habe ich in letzter Zeit von ein paar Menschen gehört, dass dies nicht immer der Fall war.
Irgend einen Blog, frei von thematischer Einschränkung, werde ich bald weiter führen und die Adresse hier posten.
Wenn du ein stiller Mitleser bist, würde ich mich sehr über irgendeine Art von Rückmeldung freuen.

Bis bald,
Jens

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