Man überschätzt sich leicht...vorallem wenn es um die Taschen geht, die man in der Wohnung mal eben locker hochhebt um ein wenig auszulotenn, ob sie die 20 Kilo Grenze nicht überschreiten. Auch mit jeweils einer Tasche in jeder Hand fühlt es sich in der Wohnung noch gut an...auf der Straße (nach den ganzen Verabschiedungen und dem weiteren 11 Kilo-Rucksack auf dem Rücken) kommt die Gewissheit, dass beim nächsten Mal eine Tasche mit Rollen gekauft wird. Normalerweise brauche ich für die Strecke zum Bahnhof 15 Minuten...gestern benötigte ich für einen Block ungefähr die selbe Zeit, in der ich mir mehrere male dachte, dass das Kickboard vielleicht besser UNTER, anstatt in der Tasche positioniert gewesen wäre.
Schon bei der Gepäckaufgabe ist mir aufgefallen, was definitiv in Deutschland anders ist:
Es gibt viel mehr blonde Menschen! Wie man sich an die braunen und schwarzen Haare gewöhnt...erstaunlich, wie blond Menschen sein können.
Damit komme ich zum Kulturschock:
In Barcelona kommt man um Fußball nicht herum und von den größeren Festivitäten mit vielen Menschen, Gesängen usw. hatte ich auch schon berichtet.
Gestern in Hannover hab ich mir das Spiel beim Public Viewing angeschaut...
Bierausschank in der Öffentlichkeit, Volksfest, Deutschlandflagge als Hitlerbärtchen...
Wie lange hatte ich keine Lieder mit deutschen Texten gehört?
Waren die Texte der spanischen Lieder genau so niveauvoll?
Wahrscheinlich ist es so...und meine spanischen Lieblingslieder wären hier vergleichbar mit "Hey Baby".
Es ist also manchmal ein Segen nicht alles zu verstehen.
Stellt euch vor ihr könnt im Bus oder in der Bahn den Streit der Sitznachbarn nicht verstehen und selig schlafen (weil ihr in der Uni fit sein müsst, aber in der letzten Nacht zu lange über den Büchern...ihr wisst schon).
Hier geht das leider nicht mehr.
So...ich will diesen Blog hier noch nicht begraben, einen weiteren großen Spanien-Evaluations-Eintrag wird es noch geben.
Heute kann ich das nicht schreiben, da gestern Abend/Nacht an genau der Bahnstation, die ich jedes Wochenende 2-4x benutzt habe um am 200m entfernten Strand Ultimate zu trainieren, das schlimmste Zugünglück in Spanien seit 7 Jahren geschehen ist. Am Sonntag hatte ich noch vor Ort mit meinem Bruder über die Schnellzugproblematik gesprochen, als wir durch die Unterführung gingen und ein paar Jugendliche über die Bahngleise huschten.
Donnerstag, 24. Juni 2010
Dienstag, 8. Juni 2010
ожени und ożenić auf Bulpoleutsch
Varna liegt fast auf dem selben Breitengrad wie Barcelona...das hatte zur Auswirung, dass das Wetter derzeitig vergleichbar (gut) ist in den beiden Staedten.
Leider liegt Varna aber 15 Laengengrade weiter oestlich. Dies hatte zur Folge, dass ich von Freitag bis Montag 1,5 Stunden in der Bahn, ca.2 Stunden im Taxi,6 Stunden in der Luft und 14 Stunden im Bus, also insgesamt 24 Stunden mit reisen verbracht habe. Und das ganze noch in einem geliehenen schwarzen Anzug.
Was soll ich sagen... Es hat sich gelohnt!
Nicht nur durfte ich die neuen absolut pinken Stuehle des Kongresszentrums in Varna einweihen, eine Frau freikaufen, nervoese Schwiegereltern erleben, gute vegetarische Kost geniessen und handgemachte Bulgarische Volsmusik/Taenze sowie Beringungsschwierigeiten bewundern...nene...da war noch ein wenig mehr.
Dieses mehr wurde mir am naechsten Abend klar.
Da sassen zwei auf einem Sitzsack am Strand...wie in einem Film...Die Kamera in Richtung mehr und der untergehenden Sonne...naja, jetzt gerade faellt mir eher die Versicherungs-Werbung "wie ein Fels in der Brandung" ein.
Die beiden wirkten so froehlich, locker und mit einer Zuversichtlichkeit, die ich persoenlich lange nicht gesehen, geschweige denn gespuert habe.
Irina und Filip haben geheiratet...was am Abend zuvor noch nach Aufregung und Unsicherheit aussah, wurde nun zu Glueck.
So eine Hochzeit ist natuerlich viel Stress(vielleicht auch Geld?:) ), aber wenn man dann ab dem naechsten Tag so eine Aura um sich herum hat, die man auch nicht verliert, wenn der Ring mal einen Moment zum Zeigen abgenommen wird, ist die Ehe vielleicht doch gar nicht die schlechteste aller Lebensformen.
Leider liegt Varna aber 15 Laengengrade weiter oestlich. Dies hatte zur Folge, dass ich von Freitag bis Montag 1,5 Stunden in der Bahn, ca.2 Stunden im Taxi,6 Stunden in der Luft und 14 Stunden im Bus, also insgesamt 24 Stunden mit reisen verbracht habe. Und das ganze noch in einem geliehenen schwarzen Anzug.
Was soll ich sagen... Es hat sich gelohnt!
Nicht nur durfte ich die neuen absolut pinken Stuehle des Kongresszentrums in Varna einweihen, eine Frau freikaufen, nervoese Schwiegereltern erleben, gute vegetarische Kost geniessen und handgemachte Bulgarische Volsmusik/Taenze sowie Beringungsschwierigeiten bewundern...nene...da war noch ein wenig mehr.
Dieses mehr wurde mir am naechsten Abend klar.
Da sassen zwei auf einem Sitzsack am Strand...wie in einem Film...Die Kamera in Richtung mehr und der untergehenden Sonne...naja, jetzt gerade faellt mir eher die Versicherungs-Werbung "wie ein Fels in der Brandung" ein.
Die beiden wirkten so froehlich, locker und mit einer Zuversichtlichkeit, die ich persoenlich lange nicht gesehen, geschweige denn gespuert habe.
Irina und Filip haben geheiratet...was am Abend zuvor noch nach Aufregung und Unsicherheit aussah, wurde nun zu Glueck.
So eine Hochzeit ist natuerlich viel Stress(vielleicht auch Geld?:) ), aber wenn man dann ab dem naechsten Tag so eine Aura um sich herum hat, die man auch nicht verliert, wenn der Ring mal einen Moment zum Zeigen abgenommen wird, ist die Ehe vielleicht doch gar nicht die schlechteste aller Lebensformen.
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