...im grossen Bett, neben mir der neue Radiator, Spaghetti, Eis, Chips, Zitronenlimo und auf meinem Bauch ein weisses, warmes Yetiwärmflaschenkuscheltier,
Das war gestern Abend...ich wollte es mir eben richtig gemütlich machen um hier etwas zu schreiben.
Leider konnte ich durch diese Gemütlichkeit, den vollen Magen und fettige Finger dann doch nicht anfangen und habs auf heute verschoben.
Die Taktik ist diesmal ein wenig anders:
Das Fenster ist offen, die Strasse laut, der Radiator aus, das Wasser im Yeti kalt und an Knabberkram sind nur noch diese komischen Kekse da, die sowieso niemand mag.
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Vor ein paar Tagen hat meine Nachmieterin ihre Möbel und Sachen schonmal in die Wohnung gebracht. Deswegen habe ich jetzt einen riesigen leeren Schrank in meinem Zimmer, indem es sicherlich ein wunderbares Echo geben könnte, selbst wenn ich alle meine Besitztümer in ihm versammeln würde. Daneben steht noch ein Schuhschrank, der eigentlich wirklich Sinn macht, da ich mir gleich 2 Paar neue Sportschuhe kaufen musste.
Das erste, weil ich Hallenschuhe für ein Seminar brauche,
das zweite, weil sich die Nähte meiner Ultimate-Schuhe an bekannter Stelle (neben dem kleinen Zeh) auflösen und es nicht oft Schuhe in Gröse 47 mit 55% Preisnachlass gibt.
Habe beide natürlich in meinem Lieblingsladen, Decathlon, gekauft.
Neben meinem Bett steht ihr Leistungsstarker Radiator und auf dem Flur ein paar Umzugskartons, um die ich nun herumfahren muss, wenn ich ins Wohnzimmer will.
Am selben Abend sollte es eigentlich das erste langersehnte Rasen-Training geben.
Da es aber geregnet hat und der Platzwart uns dann nicht draufgelassen hätte, ist es ausgefallen...manno...aber jetzt gerade freue ich mich schon wieder so sehr auf den nächsten Mittwoch, dass ich mir die neuen Schuhe aus dem Schrank hole, sie ein bisschen streichle, sie anziehe, teste ob ich in ihnen laufen kann und mich auf einmal umschaue.
-Hat auch niemand zugesehen? Ich fühle mich ein bisschen wie der Mann, der sich gerne die Klamotten seiner Frau überstreift und dabei auf der Hut sein muss.
Meine erste kleine Erasmusparty war am letzten Donnerstag.
In einer Bar, 10 Minuten zu Fuss von meiner Wohnung, waren ganz viele Menschen.
Diese Menschen waren zu einem grossen Teil jünger als ich und hatten alle überdimensionierte Einmachglasschilder auf der Brust. Dort gab´s den Namen, die gesprochene(n) und die zu erlernenden Sprachen zu lesen.
Bei einem überraschend niedrigen Bierpreis von 1,50€ kam man so schnell ins Gespräch.
¨Give me your Facebook¨ fiel genau so oft wie ¨Donde estas/eres/vives?¨ oder ¨your subjects?¨
Als ich dann um halb2 nach Hause gegangen bin, weil es 5 1/2 STunden spaeter für mich auf zur Uni ging, hab ich mich schon fast als Streber gefühlt. Die anderen, mit denen ich mich unterhalten habe, sind nämlich noch auf die Suche nach einem Club gegangen.
Auf ebendieser Suche hab ich mich, in der Nacht von Freitag auf Samstag befunden, aber dazu spaeter.
Begonnen hat der Abend nämlich für mich mit einem Geburtstagsgeschenk in Form eines Konzertes.
Manuel Gonzales hält den Steg der Gitarre nicht auf Hüfthöhe, sondern eher neben dem Kopf...sieht weniger cool aus als bei Rockmusikern, aber für das Aussehen und Ambiente war dank kirchlichem Prunk gesorgt. Die 2 Stunden gingen recht schnell herum, wenn man bedenkt, dass vorne nur ein Typ mit Gitarre saß und nicht einmal sang. Der Typ kann wirklich Gitarre spielen!
Nach einer pre-drinking-Party(dass es das Wort wirklich genau so im englischen gibt hätte ich nicht gedacht, aber dort erfahren) in einer ziemlich kleinen Küche machten sich 7 Nationalitäten, verteilt auf 10 Köpfe, auf das Nachtleben von Barcelona zu erkunden.
Mit ein paar Leuten in einen Club zu gehen hört sich einfach an...noch einfacher, wenn man so eine grosse Stadt wie BARCELONA ergänzt.
Das ganze ist dann doch komplizierter...
durch folgende Kriterien wurde jeweils eine Location ausgeschlossen:
- ¨Turnschuhe verbboten¨
- nichts los
- zu voll
- Eintritt zu teuer
- Getränke zu teuer
Am Ende haben wir doch noch etwas gefunden, wo wir um 3 rausflogen.
Zwischendurch hatte ich einen wirklich peinlichen Moment.
Es war halb 1, mein neues spanisches Handy vibrierte und zeigte mir ¨Hola hermano, Alles Gute zum Geburtstag.¨
Mein Bruder musste mich also an meinen eigenen Geburtstag erinnern...habe ich also Angst vor dem älter werden oder es einfach nur vergessen? Ich entschloss mich, das letztere zu untermauern, indem ich dem Paul dem Österreicher in der Gruppe die Nachricht zeigte und all die Geburtstagspeinlichkeiten über mich ergehen liess.
Mein eigentlicher Geburtstagsabend verlief ruhig. Da aus "Nachbarschaftsfreundlichkeit"
eine richtige Party nicht zu machen war, hat der Abend "nur" bei mir begonnen und dann in einer Bar zu geendet...nicht allzu spät, da ich
am Sonntag mein erstes Turnier mit den Bravas, aber auch mein erstes Turnier auf Sand spielen durfte. Zum Ultimate gibt´s aber erst bald mehr, denn...
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...alle komischen Kekse sind jetzt in meinem Magen und ich trotz der kälte müde.
Montag, 22. Februar 2010
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